Europas Autoindustrie steckt seit Jahren im Umbruch. Viele Zulieferer kämpfen mit sinkenden Absatzzahlen, hohen Kosten und Überkapazitäten. Ein europäischer Kunststoffspezialist geht deshalb einen radikalen Schritt: Er will sich unabhängiger vom Autogeschäft machen und mit neuen Produkten in lukrative Zukunftsmärkte vorstoßen. Der Umbau nimmt Fahrt auf – und eröffnet dem Konzern die Chance, sich mit neuen Geschäftsfeldern ein attraktives Standbein abseits der Autoindustrie aufzubauen.
Mit innovativen Verpackungslösungen für Handel, Gartenbau, Lebensmittelindustrie und Logistik will der Konzern zusätzliche Absatzmärkte erschließen. Erste Aufträge wurden bereits gewonnen, weitere Projekte stehen laut Unternehmensangaben kurz vor der Marktreife. Auch der Verteidigungsbereich könnte künftig eine Rolle spielen: Ein entsprechendes Produkt befindet sich derzeit noch in der Erprobung, ein Markttest ist für den Herbst geplant.
Um für den Wandel gerüstet zu sein, wird das Problemgeschäft konsequent zurückgebaut. Zwar schrumpfte der Umsatz zuletzt noch deutlich, doch der Nettogewinn konnte sich verdoppeln und die EBIT-Marge verbesserte sich spürbar.
Vom Autozulieferer zum Kunststoffspezialisten für neue Branchen: Die Neuausrichtung ist ambitioniert – und könnte für risikobereite Anleger eine interessante Turnaround-Chance bereithalten. Alle Hintergründe zum Hot-Stock der Woche lesen Sie in der neuen Ausgabe von DER AKTIONÄR (ab S. 10).
Weitere Themen im Heft:
Der Geldmagnet der Wall Street
Der Vermögensverwalter hat zuletzt so viel neues Kapital eingesammelt wie noch nie. Auch aus anderen Gründen könnten nun goldene Zeiten bevorstehen. (S. 32)
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Um Novo Nordisk und Co ist es ruhiger geworden. Doch das sollte sich im zweiten Halbjahr ändern – im Hinblick auf Zahlen, Studiendaten und womöglich auch M&A. (S. 38)
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Abseits des Mobilfunks werden die Finnen zum Partner der Cloud-Plattformen und bauen die Infrastruktur für den KI-Boom. JPMorgan sieht jetzt eine Verdopplungschance. Zeit zum Nachkaufen? (S. 48)
24.07.2026, 07:00
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