13.01.2020 Thorsten Küfner

Gazprom: Jetzt spricht der Chef

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Gazprom
Trendthema

Die Bauarbeiten an der zweiten Ostsee-Pipeline Nord Stream sind kurz vor dem Abschluss gestoppt worden, da das Unternehmen Allseas Angst vor den US-Sanktionen hatte. Daraufhin stiegen die Sorgen einiger Anleger, dass Gazprom das Projekt nicht fertigstellen kann. Nun hat sich Konzernchef Alexej Miller dazu geäußert.

Miller bleibt überzeugt davon, dass man die Pipeline auch ohne die Hilfe des Dienstleisters aus der Schweiz bewältigen kann – auch wenn dafür nun natürlich mehr Zeit notwendig sein wird: „Technische Risiken werden heute durch unsere Kapazitäten bewältigt, deshalb wird Nord Stream 2 fertiggestellt. Dies wird selbstverständlich etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen. Aber es gibt bei uns keine technischen Hindernisse für einen eigenständigen Bauabschluss.“

Auch ein Rückzug der westlichen Nord-Stream-2-Partner (Shell, Uniper, Engie, OMV und die BASF-Tochter Wintershall Dea) würde das Projekt nicht gefährden. So hatte der russische Präsident Wladimir Putin am Wochenende erneut erklärt, dass man die Pipeline im Notfall auch ohne ausländische Partner betreiben könne.

Gazprom (WKN: 903276)

Die Aktie von Gazprom bleibt nach wie vor von politischen Einflüssen abhängig und daher ein heißes Eisen. Allerdings sprechen die sehr guten Perspektiven, das attraktive Chartbild sowie die enorm günstige Bewertung (KGV von 5, KBV von 0,4 und eine Dividendenrendite von fast sieben Prozent) weiterhin ganz klar für die Aktie. Der Stoppkurs sollte auf 5,60 Euro nachgezogen werden. 

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