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DAX nach US-Jobdaten unter Druck

DAX nach US-Jobdaten unter Druck
Foto: Stonel/Shutterstock
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Lukas Meyer 10.01.2025, 18:46 ‧ Lukas Meyer
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Ein überraschend starker US-Arbeitsmarktbericht hat am Freitag auch den deutschen Aktienmarkt unter Druck gesetzt. Die Zahl der neu geschaffenen Stellen in den USA übertraf im Dezember die Erwartungen deutlich, während die Arbeitslosigkeit überraschend sank. Das verstärkte Sorgen um ausbleibende Zinssenkungen.

Im Vergleich zu den US-Börsen, die gehörig unter Druck gerieten, zeigte sich der DAX noch relativ robust. Während der Dow Jones zum hiesigen Handelsschluss mit 1,6 Prozent im Minus lag, zeigte der deutsche Leitindex mit einem Abschlag von 0,50 Prozent auf 20.214 Punkte relative Stärke.

Er behauptete sich damit auch über der 20.000-Punkte-Marke. In der Wochenbilanz wurde ein Plus von 1,6 Prozent eingefahren.

DAX (WKN: 846900)

Für den MDAX ging es am Freitag um 0,82 Prozent auf 25.371 Zähler bergab.

In einem ersten Kommentar verwies CMC-Markets-Experte Konstantin Oldenburger auf eine auf 43 Prozent gestiegene Wahrscheinlichkeit, dass die Zinsen in den USA bis Juni auf dem aktuellen Niveau blieben. Dabei paare sich der robuste Arbeitsmarkt mit der Aussicht auf höhere Zölle unter dem zukünftigen US-Präsidenten Donald Trump. Gemeinsam spreche beides für eine längere Phase stagnierender Zinsen.

Mit erneuten Drohgebärden hatte dieser der zu Wochenbeginn noch guten Anlegerstimmung zuletzt schon einen Dämpfer verpasst. Der DAX hielt sich im Tagestief aber über seinem 21-Tage-Durchschnitt. Außerdem behält er seinen Rekord in Sichtweite. Oldenburger zeigt sich daher optimistisch, dass die Bestmarke in den kommenden Wochen übertroffen wird und die Reise dann in Richtung 21.000 Punkte weitergeht.

Im DAX setzten sich am Freitag Mercedes-Benz mit plus 3,7 Prozent an die Spitze. Der Autobauer hatte im abgelaufenen Jahr zwar weniger Fahrzeuge verkauft als im Vorjahr. In der jüngsten Kurs-Schwäche dürfte dies aber bereits eingepreist gewesen sein. Mit ihrer Erholung waren Aktien aus dem Autosektor am Freitag europaweit eine positive Ausnahme.

Mercedes-Benz (WKN: 710000)

Auf der Gegenseite büßten die Aktien von Zalando als DAX-Schlusslicht 5,4 Prozent ein. Sie setzten damit ihren jüngsten Abwärtstrend fort. Analystin Georgina Johanan von der Bank JPMorgan rechnet zwar mit einem soliden Schlussquartal des Online-Modehändlers, hält dies aber schon für im Kurs abgebildet.

Zalando (WKN: ZAL111)

Umstufungen betrafen im DAX die Aktien der Deutschen Telekom, Wacker Chemie und Eon. Bei der Telekom rät UBS nun zum Kauf, die Titel legten als einer der wenigen Index-Gewinner um 0,6 Prozent zu. Für Wacker Chemie dagegen kassierte das Investmenthaus Stifel das Kaufvotum, die Aktien sackten um 6,3 Prozent ab.

Deutsche Telekom (WKN: 555750)

Im Versorgerbereich büßten Eon nach einer Abstufung durch Bank of America 4,5 Prozent ein. Sie lagen damit in etwa gleichauf mit dem Energietechnikkonzern Siemens Energy. Dessen Papiere zollten weiter ihrer beeindruckenden Vorjahresrally Tribut und fielen um 4,6 Prozent.

E.on (WKN: ENAG99)

Im MDAX brachen die Aktien des Lkw-Herstellers Traton um mehr als neun Prozent ein. Die Blicke der Anleger richten sich auf die im März anstehende Veröffentlichung der Geschäftszahlen für 2024. Am Donnerstag hatte das Unternehmen dazu Analysten über aktuelle Entwicklungen informiert. Die Äußerungen des Managements hätten einen schwachen europäischen Markt und einen starken nord- und südamerikanischen Markt widergespiegelt, sagte Analyst Michael Aspinall vom Investmenthaus Jefferies.

Traton (WKN: TRAT0N)

Dem gegenüber stand im Index mittelgroßer Werte Ströer mit einem Kurssprung um knapp ein Fünftel. Ein Bericht über den möglichen Verkauf des Außenwerbegeschäfts hatte am Nachmittag die Aktien nach oben katapultiert. Laut einem Händler bringt es viel Fantasie in den Aktienkurs, sollte der Konzern den Bereich für den genannten Preis von vier Milliarden Euro verkaufen.

Ströer (WKN: 749399)

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Mercedes-Benz, Deutsche Telekom.

Enthält Material von dpa-AFX

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