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21.12.2017 Matthias J. Kapfer

BASF: Bock tritt ab, Vizechef Brudermüller übernimmt

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Der Chemieriese BASF meldet einen Führungswechsel. Der bisherige Vorstandsvorsitzender Kurt Bock wird auf der nächsten Hauptversammlung am 4. Mai seinen Posten räumen und macht den Weg frei für seinen derzeitigen Stellvertreter Martin Brudermüller.

Doch Bock ist noch lange nicht aus dem Ludwigshafener Konzern raus, denn bereits nach der gesetzlich festgelegten zweijährigen „Abkühlphase“ soll Bock 2020 zum neuen Aufsichtsratschef gewählt werden. BASF selbst kommentierte den Abgang Bocks positiv, der langjährige Vorstandsvorsitzende habe das Unternehmen „entscheidend geprägt und erfolgreich weiterentwickelt.“ Bock war bereits 2003 Mitglied des Vorstandes und wurde letztendlich 2011 zu dessen Vorsitzenden ernannt.

Ein Chemiker übernimmt das Steuer

Der neue BASF-Chef gilt als hemdsärmelig und als jemand, der fest zupackt. Brudermüller ist promovierter Chemiker und seit 1988 im Konzern tätig. Seit dem Amtsantritt Bocks war Brudermüller zudem stellvertretender Vorstandsvorsitzender. Er verantwortete bisher die Regionen Asien-Pazifik sowie den Bereich Petrochemie.
Die zukünftige Nummer 2 im Unternehmen wird der derzeitige Finanzvorstand Hans-Ulrich Engel, der vorher bereits im Vorstand die Region Nordamerika verantwortete. Die Verträge des neuen Vorstandsvorsitzenden und dessen Stellvertreter werden außerdem bis zum Jahr 2023 um fünf Jahre verlängert.

Neuer Kurs in stürmischen Zeiten

Seit dem Zusammenschluss von Dow und Dupont in den USA sowie der Bayer-Monsanto Übernahme ist die Chemiebranche in Bewegung. Der neue Chef steht also vor großen Herausforderungen. Ein neuer aggressiverer Führungsstil wie Brudermüller mit sich bringt, könnte BASF auf einen erfolgreichen Kurs im Jahre 2018 führen. Die Aktie bleibt weiterhin ein Kauf mit einem Stopp bei 72,00 Euro.

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