Apple hat im vierten Quartal die Erwartungen der Wall Street übertroffen. Der Technologiekonzern steigerte seinen Umsatz im Jahresvergleich um zwölf Prozent auf 114,48 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit 113,47 Milliarden Dollar gerechnet.
Beim Gewinn fiel das Ergebnis noch deutlicher aus. Der Gewinn je Aktie stieg von 1,85 Dollar im Vorjahr auf 2,10 Dollar. Die Markterwartung lag bei 2,00 Dollar.
iPhone und Mac als Ertragsmotoren
Das Hardware-Geschäft trug das Quartal fast im Alleingang. Die Erlöse der Produktsparte kletterten um zwölf Prozent auf 82,90 Milliarden Dollar. Der Grund: Das iPhone bleibt der zentrale Umsatztreiber des Konzerns. Mit dem Smartphone erlöste Apple 57,58 Milliarden Dollar – ein Plus von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Schätzungen von 56,49 Milliarden Dollar wurden damit spürbar geschlagen.
Noch dynamischer entwickelte sich das Geschäft mit Mac-Rechnern. Der Umsatz legte hier um 24 Prozent auf 10,79 Milliarden Dollar zu. Analysten hatten zuvor lediglich 9,70 Milliarden Dollar auf dem Zettel. Das margenstarke Service-Geschäft wuchs moderat um 9,8 Prozent auf 31,57 Milliarden Dollar und traf die Erwartungen der Experten punktgenau.
Dämpfer in China und schwache Tablets
Trotz der starken Gesamtzahlen gibt es Schattenseiten im Bericht. Während die Kernbereiche expandierten, verlor das Geschäft mit dem iPad an Schwung. Die Erlöse der Tablet-Sparte sanken um 10 Prozent auf 6,23 Milliarden Dollar. Erwartet wurden 6,89 Milliarden Dollar. Auch die Kategorie Wearables, Home und Zubehör drückt auf das Gesamtergebnis. Der Umsatz sank um 7,9 Prozent auf 8,30 Milliarden Dollar und verfehlte die Prognose von 9,00 Milliarden Dollar deutlich.
Ein gemischtes Bild zeigt sich auf den Ländermärkten. In Amerika stieg der Umsatz um 10 Prozent auf 48,68 Milliarden Dollar. In Europa kletterten die Einnahmen um 12 Prozent auf 32,01 Milliarden Dollar und lagen damit über den Schätzungen. Anders die Lage in China: Zwar wuchs der Umsatz in der Region Greater China um 21 Prozent auf 17,54 Milliarden Dollar. Die Markterwartung von 18,75 Milliarden Dollar konnte Apple dort jedoch nicht erfüllen.
Apple beweist im vierten Quartal operative Stärke. Die Aktie bleibt daher ein Basisinvestment.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Apple.
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