Während sich mit Rheinmetall und das Gros der Rüstungsaktien im Korrekturmodus befinden und teils deutlich unter ihren bisherigen Bestmarken markieren, steigt die Aktie des Spezialchemie-Konzerns Alzchem auf ein neues Allzeithoch. Erstmals sind Anleger bereit, mehr als 200 Euro pro Papier auf den Tisch zu legen. Erneut ist es frische Rüstungsfantasie, die den SDAX-Wert antreibt.
Denn die tschechische CSG (Czechoslovak Group) hat den Anteil an dem deutschen Unternehmen auf 20,1 Prozent (inklusive der Berücksichtigung von Finanzinstrumenten) ausgebaut. Das geht sowohl aus einer Stimmrechtsmitteilung als auch aus einer Pressemitteilung der Trostberger hervor, in der der strategische Investmentarm der Rüstungsfirma (Staluna Trade a.s.) als Aktionär genannt wird.
Bei den gemeldeten Finanzinstrumenten würde es sich laut Alzchem um sogenannte Total Return Swaps mit Barausgleich handeln, die keine direkten Stimmrechte vermitteln und eine Laufzeit bis Mai 2027 aufweisen würden.
Chemie für die Rüstungsindustrie
Dass die CSG Group als einer der führenden Munitionshersteller strategisches Interesse an Alzchem hat, verwundert nicht. Der SDAX-Konzern produziert unter anderem Nitroguanidin. Hierbei handelt es sich um eine Sprengstoff-Komponente, die unter anderem als Treibladungskomponenten für Airbags genutzt wird oder in Pflanzenschutzmitteln zu finden ist. Das derzeit wohl größte Wachstumspotenzial für die chemische Verbindung bietet allerdings die Rüstungsindustrie.
Mit dem Kurssprung auf zeitweise 204,60 Euro und darüber hinaus steigt Alzchem auf der Empfehlungsliste des AKTIONÄR zur 1.000-Prozent-Aktie auf. Denn seit der Vorstellung in Ausgabe 33/23 zum Kurs von gerade einmal 18,60 Euro befindet sich der Titel ununterbrochen auf der Kaufliste. Investierte Anleger bleiben dabei und reiten den Bullen weiter.
Heute, 12:22