Der DAX startet nach der US-Zinsentscheidung freundlich. Die Fed hob den Leitzins wie erwartet um 25 Basispunkte an. Nach anfänglichen Verlusten von mehr als 600 Punkten drehen die Märkte wieder nach oben, der DAX notiert bei 25.718 Punkten rund 0,7 Prozent im Plus. Fallende Renditen und der rückläufige Ölpreis bei rund 103 US-Dollar für Brent sorgen für Rückenwind. Wichtig bleibt die Rückeroberung der 50-Tage-Linie bei etwa 25.730 Punkten. Ein Ausbruch über 26.000 Punkte würde ein neues Kaufsignal liefern.
Bilfinger stürzt nach einer Gewinnwarnung rund 15 Prozent ab. Die bereinigte EBIT-Marge soll nur noch 4,6 bis 5 Prozent erreichen, die Umsatzprognose wurde auf 5,3 bis 5,7 Milliarden Euro gesenkt. Die Aktie, eine laufende Empfehlung des Aktionär, hat den Stoppkurs unterschritten. Bei der Commerzbank bleibt die Übernahmefantasie durch UniCredit ein wichtiger Faktor, der Aufwärtstrend ist trotz der Schwäche der US-Banken intakt.
Infineon verkauft sein Speichergeschäft für 1,12 Milliarden US-Dollar, kommt an der Unterstützung bei 54 Euro aber noch nicht richtig voran. Lufthansa bleibt dank fallender Ölpreise und möglicher Kerosineinsparungen interessant; bei 7,50 Euro hat die Aktie mehrfach nach oben gedreht. RWE profitiert von der Aufstockung der Amprion-Beteiligung und nimmt mit einem Plus von 1,7 Prozent das Hoch von Ende April ins Visier. Bei Wacker Chemie stehen heute neue Finanzziele und das Sparprogramm „Refocus“ im Fokus.
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