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08.06.2021 Benjamin Heimlich

Green Hydrogen Systems: Die Wasserstoff-Hoffnung von Maersk geht an die Börse

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AP Moeller-Maersk A

Sie gilt als der heilige Gral der Energiewende: Die Herstellung von grünem Wasserstoff. Genau das will Green Hydrogen Systems möglich machen. Zur Finanzierung des weiteren Wachstums plant das dänische Unternehmen nun seinen Börsengang. Schnelle Umwälzungen erwartet der CEO allerdings erst einmal nicht.

Noch in diesem Monat soll das IPO an der Nasdaq Kopenhagen stattfinden und dem Unternehmen umgerechnet etwa 170 Millionen Euro einbringen. Insgesamt plant Green Hydrogen Systems fast 32 Millionen neue Aktien zu je 40 Dänische Kronen (5,38 Euro) zu platzieren.

In der Spitze würde der Hersteller von Elektrolyseuren mit rund 440 Millionen Euro bewertet.

Zum Kundenkreis von Green Hydrogen Systems gehören unter anderem die AKTIONÄR-Empfehlungen Orsted und Siemens Gamesa. Außerdem ist das Unternehmen laut eigenen Angaben in Gesprächen mit Maersk, deren Eigentümerin, die A.P. Moller Holding, 18 Prozent an dem Greentech-Unternehmen hält.

Siemens Gamesa (WKN: A0B5Z8)

Im Geschäftsjahr 2020 setzten die Dänen umgerechnet rund 1,6 Millionen Euro um – rund 24 Prozent weniger als noch 2019. Gleichzeitig weitete das Unternehmen aufgrund von deutlich gestiegenen Personal- und Materialkosten seine Verluste massiv aus: Von 1,4 Millionen Euro im Jahr 2019 auf 9,8 Millionen 2020.

Der weltweite Markt für grünen Wasserstoff lag Analysten zufolge im vergangenen Jahr bei rund einer Milliarde Dollar. Bis 2028 gehen die Prognosen vom einem jährlichen Wachstum von im Schnitt 15,7 Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar aus.

Dass grüner Wasserstoff kurzfristig konventionelle Brennstoffe ablöst, glaubt Green Hydrogen Systems-CEO Sebastian Koks Andreassen aber nicht. „Wir gehen davon aus, dass es ein gutes Jahrzehnt dauern wird, bis wir eine breite Wettbewerbsfähigkeit gegenüber fossilen Brennstoffen erreichen“, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters.

Green Hydrogen Systems ist in einem hochspannenden Zukunftsmarkt aktiv. Die schwächelnde Umsatzentwicklung des Unternehmens lässt den AKTIONÄR aber vorerst an der Seitenlinie bleiben.