Steigende Anleiherenditen und keine klaren Entspannungssignale im Iran-Krieg halten die Anleger in Atem. Alle wichtigen US-Indizes sind daraufhin am Dienstag teils deutlich unter Druck geraten. Besonders stark litt der technologielastige Nasdaq unter dem dadurch ausgelösten Ausverkauf bei KI-Gewinnern.
Unter anderem waren die Speicherchip-Hersteller vom massiven Abverkauf betroffen. Für die Anteile von SanDisk und Seagate Technology ging es um rund neun Prozent nach unten. Auch die Anteile des Halbleiter-Spezialisten Marvell Technology brachen rund acht Prozent weg.
Im Dow Jones zeigte sich ein ähnliches Bild: Mit Caterpillar und Nvidia fanden sich zwei weitere KI-Gewinner auf der Verliererseite. Zu den Gewinnern zählten eher defensive Werte im amerikanischen Leitindex, darunter auch die Anteile von Amgen sowie des Pharma- und Medizintechnik-Riesen Johnson & Johnson.
Während sich die Ölpreise in etwa auf dem Niveau des Vortages halten konnten, rutschten die Preise für Gold und Silber wieder deutlicher ab. Zuletzt verzeichneten die Edelmetalle allerdings eine steigende Tendenz.
Unter den Einzelwerten sorgte Klarna für lange Gesichter. Das Unternehmen enttäuschte mit dem Ausblick auf das dritte Quartal und zog Teile der Prognose für das laufende Jahr zurück. Zudem werden zwei Mitglieder des Managementteams im kommenden Jahr dem Zahlungsdienstleister den Rücken kehren. Die Aktie wurde mit einem Minus von gut 20 Prozent abgestraft.
Positive Phase-3-Daten sorgten hingegen bei der Biotech-Aktie Amylyx Pharmaceuticals für eine Kursexplosion. Der Titel konnte rund 68 Prozent zulegen und zählte damit zu den absoluten Top-Performern an der Wall Street am Dienstag (DER AKTIONÄR berichtete).
Steigende Anleiherenditen und die fragile geopolitische Lage im Nahen Osten belasteten die Wall Street am zweiten Tag der Handelswoche. DER AKTIONÄR bleibt am Ball und wird über die wichtigsten Entwicklungen an den Kapitalmärkten berichten.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Klarna Group.
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