Die EU-Wertpapieraufsicht ESMA erhöht den Druck auf die Krypto-Branche. In einer am Donnerstag veröffentlichten Stellungnahme fordert die Behörde die nationalen Aufsichtsbehörden auf, zugelassenen Krypto-Plattformen sämtliche Dienstleistungen rund um Stablecoins zu untersagen, die nicht den Vorgaben der EU-Kryptoverordnung MiCA entsprechen. Für die Abwicklung bestehender Kundenbestände bleiben höchstens drei Monate.
Neu ist das Thema nicht. Die MiCA-Regeln für Stablecoin-Emittenten gelten seit Sommer 2024, seit dem 1. Juli 2026 greift die Verordnung auch für Krypto-Dienstleister vollständig. Mehrere Plattformen hatten einzelne Token für europäische Nutzer bereits zuvor eingeschränkt; die Stellungnahme macht daraus nun eine einheitliche Vorgabe für alle zugelassenen Anbieter. Sie erfasst neben dem Handel auch Tauschdienste, Transfers, Verwahrung, Beratung und Vermögensverwaltung.
Namen nennt die Behörde in dem Dokument nicht. Betroffen ist allerdings auch der Marktführer unter den Stablecoins – und für Anleger, die solche Token auf einer Börse halten, ist der offizielle Stichtag nicht unbedingt das maßgebliche Datum.
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