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10.12.2019 Marion Schlegel

Überflieger Varta – Korrektur schon wieder abgeschlossen?

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Varta

Der baden-württembergische Batteriehersteller Varta gehört zu mehreren Unternehmen, die von einer Milliardenförderung für die europäische Batteriezellenfertigung profitieren sollen. Die EU-Wettbewerbshüter in Brüssel haben dafür am Montag grünes Licht gegeben. Fördermittel sollen in Deutschland unter anderem auch die Autobauer BMW und Opel sowie der Chemiekonzern BASF erhalten.

Bei Varta in Ellwangen (Ostalbkreis) gehe es um die Weiterentwicklung der Lithium-Ionen-Technologie und dabei um die Entwicklung sogenannter Silizium-dominierter Anoden, erklärte das Unternehmen. Diese neue Technologie solle in die Massenproduktion überführt werden – sowohl für bestehende als auch für größere Zellenformate, die zum Beispiel für Elektro-Autos genutzt werden. "Varta stellt sich auf eine stark steigende Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien mit höchster Energiedichte ein", sagte Vorstandsvorsitzender Herbert Schein.

Die am europäischen Forschungs- und Innovationsprojekt für Batteriezellen beteiligten Staaten – neben Deutschland auch Frankreich, Italien, Polen, Belgien, Schweden und Finnland – dürfen es laut EU-Kommission insgesamt mit bis zu 3,2 Milliarden Euro bezuschussen. Für Deutschland gilt eine Förderobergrenze von 1,25 Milliarden Euro, die als erlaubte staatliche Beihilfen beigesteuert werden können. Sie sollen etwa in die Entwicklung von Batteriemodulen fließen, die neben dem Autosektor auch beispielsweise bei Elektrowerkzeugen genutzt werden könnten. Zudem sollen sichere Recycling-Verfahren entwickelt werden.

Varta (WKN: A0TGJ5)

Die Aktie von Varta hat in den vergangenen Monaten eine unglaubliche Rallye hingelegt. Zuletzt ist das Papier in eine leichte Konsolidierung übergegangen. Am Montag rutschte das Papier zeitweise bis auf 115,20 Euro ab. Im Zuge der positiven News konnte sich die Aktie aber bereits wieder bis auf 120 Euro zurückarbeiten. Ab dem 23. Dezember wird die Aktie von Varta neben der Softwarefirma im MDAX gehandelt werden. Dies könnte weiteren Auftrieb verleihen. Günstig ist die Aktie allerdings nicht mehr. Anleger bleiben mit einem auf 95,00 Euro nachgezogenen Stopp investiert.

(Mit Material von dpa-AFX)

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