++ Hebel-Power bei diesen KI-Werten ++
Foto: Börsenmedien AG
12.10.2018 Andreas Deutsch

Steinhoff: Die Minus-98-Prozent-Aktie

-%
Steinhoff

Das Interesse an Steinhoff ist auch zehn Monate nach der Skandalmeldung immer noch groß. Nach dem Kurssturz der vergangenen Tage greifen am Freitag erste Zocker wieder zu. Warum eigentlich?

Steinhoff bleibt Deutschlands Zocker-Aktie Nummer 1. Die Aktie taucht immer wieder in den Listen der am gefragtesten Aktien in Deutschland auf. Auch am Freitag. Die Aktie gewinnt am Vormittag ein knappes Prozent und macht einen Teil der heftigen Verluste der Vortage wett.

Die Lage bei Steinhoff ist unverändert: Man weiß immer noch sehr wenig über das Unternehmen. Sind die Kunden treu geblieben oder kaufen sie aufgrund der Unsicherheit ihre Möbel woanders? Wie wirkt sich die Klage aus? Das vorläufige Klagevolumen der geschädigten Anleger beläuft sich auf zwölf Milliarden Euro. Die Anwaltskanzlei Tilp, die eine Sammelklage gegen Steinhoff anstrebt, schätzt im Gespräch mit dem AKTIONÄR die Prozessdauer auf drei bis fünf Jahre.

Jooste warnte Freunde

Am Mittwoch kam heraus, dass Markus Jooste, der frühere CEO von Steinhoff, offenbar Freunde vor dem Kurseinbruch gewarnt hat. Dies gehe aus einer SMS von seinem Handy hervor, in die die Nachrichtenagentur Bloomberg Einsicht hatte.

Die Nachricht wurde um den 30. November an zumindest zwei Personen verschickt, und in ihr erklärte Jooste, dass nicht weiter spezifizierte schlechte Nachrichten bevorstünden, schreibt Bloomberg.

Finger weg

Keiner kann seriös sagen, wie es mit Steinhoff weitergeht. Der Titel, der seit der Skandalmeldung im Dezember 98 Prozent verloren hat, bleibt eine Zockeraktie.

Behandelte Werte

Name Wert Veränderung
Heute in %
Steinhoff - €

Buchtipp: Modern Money Theory

Manche Ökonomen halten die Modern Money Theory (MMT) nicht nur für die Weiterentwicklung der Thesen von John Maynard Keynes, sondern auch für das richtige oder sogar einzige Rezept für erfolgreiche Finanzpolitik des 21. Jahrhunderts. Andere, wie etwa Paul Krugman, kritisieren sie scharf und warnen vor Hyperinflation. Kann man die Thesen der MMT mit „Mehr Staat, weniger Markt“ angemessen beschreiben? Haben die Ökonomen recht, die wollen, dass sich Geldpolitik an Beschäftigungszielen orientiert? Der passende theoretische Rahmen für Geldpolitik in unserer Zeit oder nur alter Wein in neuen Schläuchen – Kater garantiert? Wer mitreden will, der muss verstehen. Wer verstehen will, dem empfehlen wir diese Einführung ins Thema.

Modern Money Theory

Autoren: Wray, L. Randall
Seitenanzahl: 496
Erscheinungstermin: 06.10.2022
Format: Softcover
ISBN: 978-3-86470-852-7

Jetzt sichern