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RWE: Wir schaffen das!

RWE: Wir schaffen das!
Foto: Börsenmedien AG
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07.10.2015, 11:02 ‧ Werner Sperber
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Die Politiker gewöhnen die Menschen daran, auf endlose Zeit und in unbegrenzter Menge Geld der Steuerzahler für E.on, EnBW, Vattenfall und RWE zu verwenden. Die mit diesen Konzernen verbundenen Politiker möchten dafür die Risiken dieser Atomkraftwerks-Betreiber wohl ein für allemal auf 38 Milliarden Euro begrenzen.

Duin, heute so, morgen ganz anders
Der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Garrelt Duin hatte vor einer Woche noch gesagt: "Steuergelder für die Energiewirtschaft einzusetzen, das kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen." Nun folgte die Wendung um 180 Grad: "Als Mitglied der Endlagerkommission weiß ich, dass die Herausforderung wahrscheinlich größer ist als die 38 Milliarden Euro (Anm. d. Red.: welche die vier Atomkraftwerkbetreiber angeblich zurückgestellt haben). Wenn wir irgendwann zu dem Ergebnis kommen sollten, dass die 38 Milliarden Euro nicht ausreichen, dann wäre das keine Frage, die die Unternehmen zu lösen haben. Die haben mit uns eine Verabredung über diese festgelegte Summe. Wenn es darüber hinausgeht, ist auch der Staat gefordert."

Duin ist mit diesem Sinneswandel nicht alleine, denn zuvor haben bereits andere Politiker, wie etwa der der nordrhein-westfälische Oppositionsführer Armin Laschet oder Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, gefordert, den Steuerzahlern das Geld wegzunehmen, um es diesen vier Konzernen zu geben. Aufgrund dieser Aussichten auf Geld der Steuerzahler erholt sich auch der Kurs der Stammaktie von RWE seit kurzem.

Quelle: Börsenmedien AG

Eine kurzfristige Erholung ist möglich
Das Chartbild sieht noch immer schlimm aus, da der Vorstand – außer Sparen – keine Ideen hat, wie in Zukunft unternehmerisch Geld verdient werden soll. Doch eine kurzfristige Erholung ist möglich. Die könnte zunächst bis zur sinkenden 38-Tageline bei derzeit 12,30 Euro und danach bis zur Marke von 14,15 Euro führen.

DER AKTIONÄR bleibt grundsätzlich dabei, Anleger sollten die Stammaktie von RWE meiden. Eine kurzfristige, charttechnische Wette auf steigende Kurse einzugehen, ist jedoch möglich.

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