Ein starker Wochenausklang für die Anteilscheine von Rheinmetall, Renk und Hensoldt. Am Freitag ziehen alle deutschen Rüstungswerte gemeinsam an: Rheinmetall steigt zeitweise um etwa fünf Prozent, Hensoldt um knapp sieben Prozent und Renk um fast sechs Prozent. Der Hauptimpuls kommt aus der Hoffnung auf weitere Aufträge.
Morgan Stanley rechnet damit, dass Regierungen bis zum Jahresende noch zusätzliche Mittel aus bestehenden Verteidigungshaushalten in konkrete Bestellungen umwandeln könnten. Das schürt Erwartungen an neue Aufträge und sorgt für Rückenwind im gesamten Sektor.
Bei Rheinmetall kommt hinzu, dass die Aktie ihre Erholung fortsetzt: Seit dem Zwischentief am 8. Oktober hat sie laut Marktberichten rund ein Fünftel zugelegt. Der heutige Anstieg wirkt daher auch wie eine Fortsetzung der jüngsten Gegenbewegung – nicht zwingend wie eine Reaktion auf einen neuen Einzelauftrag des Konzerns.
Für Renk gibt es dagegen einen konkreten unternehmensspezifischen Impuls: KNDS hat Getriebe und Steuerungstechnik im Wert von rund 130 Millionen Euro bestellt. Die Komponenten sind für den Leopard 2 und weitere Fahrzeuge der Baureihe vorgesehen. Die Auslieferung soll 2029 beginnen und bis 2032 laufen. Das verspricht Renk langfristige Aufträge und bessere Planbarkeit.
Auch Hensoldt meldete einen konkreten Auftrag: Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr vergab einen Entwicklungsauftrag über 15 Millionen Euro. Zusammen mit der allgemeinen Erwartung weiterer Beschaffungen stärkt das die Zuversicht der Anleger.
Die Aktien von Rheinmetall, Renk und Hensoldt sind indes auch im European Defence Index vertreten, durch den man einfach und breit gestreut in europäische Rüstungs-Player investieren kann. Mit dem Indexzertifikat mit der WKN DA0ACA profitiert man eins zu eins von dessen Kursentwicklung. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.
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