22.11.2019 Marion Schlegel

Qiagen gibt erneut Gas: Können Evotec und Morphosys nachziehen?

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Qiagen
Trendthema

Die Qiagen-Aktien haben sich am Freitag mit einem kräftigen Plus von 2,6 Prozent auf 38,07 Euro wieder ihrem Hoch vom Wochenanfang bei 38,60 Euro genähert. Das Biotech- und Gendiagnostik-Unternehmen befindet sich in Gesprächen um eine Übernahme. Neue Spekulationen darüber hatten am Montag den Wert nach oben schnellen lassen auf den höchsten Stand seit 18 Jahren.

Qiagen (WKN: A2DKCH)

Analyst Sven Kürten von der DZ Bank hält eine Übernahme des MDAX-Konzerns für sehr wahrscheinlich und rechnet in diesem Fall mit weiterem Kurspotenzial. Den fairen Wert für Qiagen sieht er derzeit bei 45 Euro.

In der Vorwoche hatten Kreisemeldungen die Runde gemacht, der US-Technologiekonzern Thermo Fisher könnte Qiagen kaufen. Analyst Kürten zählt zum Kreis weiterer potenzieller Interessenten auch die Unternehmen Illumina, Roche, Danaher sowie Siemens Healthineers. Bei einem sich verschärfenden Bieterkampf könnte der Übernahmepreis seines Erachtens sogar bei über 50 Euro je Aktie liegen.

Am heutigen Freitag ist das Papier um die Mittagszeit der stärkste Wert im MDAX, gefolgt von ThyssenKrupp und ProSiebenSat.1 Media. Auch im Wochenvergleich führt Qiagen die Gewinnerliste an. Auf Platz zwei folgt aber schon ein weiterer Biotech-Wert: Morphosys. Die Aktie konnte zuletzt von positiven Studiendaten profitieren.

Zum Wochenschluss kann auch die dritte Biotech-Aktie im MDAX, Evotec, Zugewinne verzeichnen. Knapp ein Prozent geht es nach oben auf 18,90 Euro. Zuletzt rutschte die Aktie zwar kurz unter das Augusthoch 2019, konnte sich aber rasch stabilisieren und wieder darüber schließen, was ganz klar als positives charttechnisches Signal gewertet werden kann.

Evotec (WKN: 566480)

DER AKTIONÄR sieht weiterhin bei Evotec ganz klare Schnäppchenkurse, auch bei Morphosys können Anleger auf dem aktuellen Niveau noch zugreifen. In die Aktie von Qiagen ist schon ein gehöriger Schuss Übernahmefantasie eingepreist. Kommt es jedoch tatsächlich zu einem Bieterkampf, dürfte die Aktie noch deutlich über das aktuelle Niveau steigen.

(Mit Material von dpa-AFX)