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22.04.2014 Florian Söllner

Netflix landet Big Hit: Attacke auf Sky, Amazon und ProSiebenSat.1 noch 2014?

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Die Netflix-Aktie springt am Dienstag kräftig ins Plus. Grund sind gute Quartalszahlen und die Aussicht auf weiter steigende Margen. Die Kundenanzahl beträgt bereits 48 Millionen - Ende 2013 hatten 44 Millionen Menschen ein Konto bei Netflix. Und die Online-Videothek gibt das Ziel aus, die Lücke zum Konkurrenten HBO mit 130 Millionen Kunden schließen zu wollen.

Viele Kunden entschieden sich aufgrund exklusiver Serien wie House of Cards für Netflix. Die im Februar gestartete zweite Staffel sei ein „Big Hit“ und habe ein großes Publikum angezogen.

Preis und Gewinn steigen

Der Nettogewinn klettert indes munter weiter. Nach 48 Millionen Dollar im vierten Quartal wurden im ersten Quartal 2014 rund 53 Millionen Dollar erzielt. Im zweiten Quartal werden bereits 69 Millionen in Aussicht gestellt. Ein Grund für die weiter steigenden Gewinne: Neukunden müssen künftig mehr für ein Abo bezahlen – in Irland ist der Preis bereits um einen auf rund acht Euro pro Monat gestiegen.

Umwälzung auch in Deutschland

Wie teuer es in Deutschland wird, über Netflix direkt auf den Smart-TV Serien und Spielfilme downzuloaden, ist noch offen. Sicher scheint nur: Netflix steht in den Startlöchern. Im jüngsten Aktionärbrief schreiben die US-Amerikaner von erhöhten Investitionen in Content und Marketing aufgrund einer „substanziellen Expansion in neue europäische Märkte im zweiten Halbjahr 2014“.

Maxdome (ProSiebenSat.1), Amazon und der Sky-Ableger Snap liefern sich hierzulande bereits einen Preiskampf – wohl auch um noch vor dem Eintritt des US-Giganten, Kunden an sich zu binden. (siehe auch: „Orgasmen, Tore, Dramen“)

Doch auch Netflix selbst nimmt einen Konkurrenzkampf wahr: „Bei Original-Serien stehen wir im Wettbewerb mit vielen TV-Stationen wie CBS oder HBO und Internetfirmen wie Amazon, Hulu, Microsoft, Yahoo.“

Neuer Schwung

Netflix ist eine der „Aktien, die die Welt verändern“ aus der AKTIONÄR-Ausgabe 17/2014. Kurzfristig hat sich die charttechnische Lage durch den jüngsten Kurssprung weiter aufgehellt. Trader können aufspringen. Ein Stoppkurs ist für die mit einem 2014er-KGV von 85 bewertete Aktie jedoch unerlässlich.

Große Trendwende?

Der AKTIONÄR Alles Anders hat sich mit der Sky-Aktie befasst.

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