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Megatrend Folger: McDonald’s – 30 Prozent Rabatt und 50 Jahre Dividendenwachstum

Megatrend Folger: McDonald’s – 30 Prozent Rabatt und 50 Jahre Dividendenwachstum
Foto: Midjourney/Werbefritz_KI
McDonald`s Corp - %
Stefan Sommer Heute, 08:14 ‧ Stefan Sommer
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McDonald’s gehört zu den stabilsten Konsumwerten der Welt – und genau deshalb fällt die jüngste Korrektur umso stärker auf. Die Aktie verlor zeitweise mehr als 30 Prozent und fiel bis in den Bereich von 230 Dollar zurück. Belastet haben vor allem hohe Zinsen und die Zurückhaltung vieler Konsumenten.

Operativ bleibt das Fundament jedoch bemerkenswert stabil. Gleichzeitig feiert McDonald’s ein seltenes Jubiläum: Der Konzern hat seine Dividende nun seit 50 Jahren in Folge erhöht.

  • Die Quartalsdividende steigt um vier Prozent auf 1,93 Dollar je Aktie.
  • Seit 2016 hat sich die Ausschüttung von 0,94 Dollar je Quartal mehr als verdoppelt.
  • Allein die Mietzahlungen der Franchise-Partner brachten 2025 rund 10,44 Milliarden Dollar ein.

Damit trifft eine deutliche Kurskorrektur auf ein Geschäftsmodell, das seit Jahrzehnten verlässlich Cashflows produziert.

50 Jahre ohne eine einzige Dividendenpause

Am 17. September erhöhte McDonald’s seine Quartalsdividende um vier Prozent auf 1,93 Dollar je Aktie. Damit steigt die Ausschüttung das 50. Jahr in Folge.

Die langfristige Entwicklung ist beeindruckend. Ende 2016 zahlte McDonald’s noch 0,94 Dollar je Quartal. Daraus ergibt sich über diesen Zeitraum ein durchschnittliches Dividendenwachstum von rund 7,5 Prozent pro Jahr.

Auch die Ausschüttungsquote bleibt beherrschbar. Auf Basis der vergangenen zwölf Monate liegt sie bei rund 67 Prozent, für das Gesamtjahr 2026 werden auf Basis der Konsensschätzungen etwa 73 Prozent erwartet.

McDonald’s (WKN: 856958)

Die etwas höhere Quote für das laufende Jahr ist auch Ausdruck der laufenden Expansion. McDonald’s plant Investitionsausgaben von rund 3,7 bis 3,9 Milliarden Dollar und will weltweit netto etwa 2.100 neue Restaurants eröffnen.

Entscheidend ist dabei der freie Cashflow. In jedem der vergangenen zehn Jahre lag dieser über den gezahlten Dividenden. Das finanzielle Polster zwischen Free Cashflow und Ausschüttungen erhöhte sich in diesem Zeitraum von rund 1,18 auf 2,07 Milliarden Dollar.

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Quelle: Boersenmedien AG

Das eigentliche Erfolgsmodell: Franchise und Immobilien

McDonald’s wird oft als reine Restaurantkette wahrgenommen. Tatsächlich steckt hinter dem Konzern ein deutlich kapitalleichteres und margenstärkeres Modell.

Rund 95 Prozent der weltweiten Restaurants werden von selbstständigen Franchisenehmern betrieben. Sie übernehmen einen großen Teil der laufenden Kosten, während McDonald’s über Franchisegebühren und Mieteinnahmen kontinuierlich verdient.

Besonders interessant ist die Immobilienseite. McDonald’s besitzt oder pachtet Grundstücke und Gebäude und vermietet sie anschließend an seine Franchise-Partner.

Allein 2025 brachten diese Mietzahlungen rund 10,44 Milliarden Dollar ein. Das entsprach etwa 63 Prozent der gesamten Franchise-Erlöse. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Mieteinnahmen um 4,2 Prozent.

Gleichzeitig baut McDonald’s den eigenen Immobilienbestand weiter aus. Heute gehören dem Konzern rund 56 Prozent der Grundstücke und 80 Prozent der Restaurantgebäude. 2016 lagen diese Werte noch bei etwa 45 beziehungsweise 70 Prozent.

Das sorgt für zusätzliche Substanz und macht das Geschäftsmodell deutlich robuster, als es der Blick auf Burger und Pommes vermuten lässt.

Konsumwert mit eingebauter Widerstandskraft

McDonald’s profitiert zudem von seiner enormen Alltagsrelevanz. Ob Kaffee am Morgen, Zwischenstopp auf Reisen oder schnelles Familienessen: Die Marke ist weltweit tief im Konsumverhalten verankert.

Gerade in wirtschaftlich schwierigeren Phasen kann das von Vorteil sein. Verbraucher sparen eher bei hochpreisigen Restaurantbesuchen, während günstige und bekannte Angebote vergleichsweise stabil bleiben.

Das bedeutet nicht, dass McDonald’s immun gegen Konjunktur, Inflation oder steigende Finanzierungskosten ist. Doch Franchise-Modell, Immobilienbesitz, globale Marke und starke Cashflows bieten einen ungewöhnlich breiten Schutz.

Qualität nach deutlicher Korrektur

Eine Kurskorrektur von mehr als 30 Prozent verändert die Ausgangslage. McDonald’s ist dadurch nicht automatisch günstig, doch die Kombination aus niedrigerem Kursniveau und weiterhin stabilem Geschäftsmodell macht die Aktie wieder deutlich interessanter.

50 Jahre Dividendenwachstum, Milliarden an Mieteinnahmen, ein wachsender Immobilienbestand und verlässliche freie Cashflows zeigen, warum McDonald’s seit Jahrzehnten zu den außergewöhnlich robusten Konsumwerten gehört.

Im Megatrend Folger bleibt der Konzern deshalb ein spannender Qualitätswert der im Aktien-Depot begleitet wird.

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Quelle: BMAG

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