Mastercard hat viel vor - die 1.600-Prozent-Aktie steigt wieder

Mastercard hat viel vor - die 1.600-Prozent-Aktie steigt wieder
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Andreas Deutsch 25.02.2014, 15:15 Andreas Deutsch
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Der Kreditkarten-Spezialist Mastercard will in Deutschland eine Schlüsselposition bei neuen Bezahldiensten auf dem Smartphone einnehmen. Die Mastercard-Firma Trevica soll die Banken mit den Mobilfunk-Anbietern Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland verbinden.

"Die große Herausforderung war bisher, dass es bilaterale Abkommen zwischen Banken und den Netzbetreibern geben musste. Wir lösen dieses Problem dadurch, dass wir Trevica dazwischenschalten", erläuterte Mastercard-Deutschlandchef Pawel Rychlinski. "Das wird ein Katalysator für das mobile Bezahlen in Deutschland sein."

Vision: keine Brieftasche mehr

Mastercard kündigte den Deal am Dienstag auf dem Mobile World Congress in Barcelona an. Der vierte deutsche Netzbetreiber E-Plus ist nicht unter den Partnern - er wird aber gerade von Telefónica übernommen. Bei dem System werden die Bank-Informationen in einem gesicherten Bereich der SIM-Karte im Telefon gespeichert - daher führt an den Mobilfunk-Betreibern auch kein Weg vorbei.

Für den Bezahlvorgang setzt Mastercard auf den Nahfunk-Standard NFC: Das Smartphone wird kurz an ein Lesegerät gehalten. Beide müssen dafür mit einem entsprechenden Chip versehen sein. NFC sollte den großen Durchbruch für das mobile Bezahlen bringen, erfüllte diese Erwartung jedoch bisher nicht. Nach Expertenschätzungen gibt es in Deutschland bisher etwa 20.000 NFC-Terminals - und das unter anderem weil einige landesweite Tankstellen- und Ladenketten aufrüsteten.

Mit der Erneuerung der Lesegeräte werde sich die Situation jedoch ändern: Die nächste Generation der Kartenterminals habe standardmäßig die NFC-Funktion integriert, sagte Rychlinski. "Am Ende steht die Vision, dass man die Brieftasche gar nicht mehr mitnehmen muss."

Kursziel: 75 Euro

Das mobile Bezahlen ist ohne Frage ein Megatrend, von dem Mastercard überdurchschnittlich profitieren sollte. Die Korrektur der Aktie, die seit IPO 1.600 Prozent zugelegt hat, bedeutet eine perfekte Einstiegschance. DER AKTIONÄR hält an seinem Kursziel von 75 Euro fest. Der Stopp sollte bei 49 Euro platziert werden.

Mit Material von dpa-AFX

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