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05.11.2016 Thorsten Küfner

K+S: Rote Zahlen und Dividendenkürzung erwartet

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K+S

Der Salz- und Düngemittelkonzern K+S bleibt unter Druck: Niedrigere Kali-Preise, Produktionsprobleme in Deutschland, Verzögerungen beim Start einer neuen Mine in Kanada und ein schwaches Salzgeschäft - die Liste der Belastungsfaktoren ist lang. Analysten rechnen für das dritte Quartal mit einem scharfen Umsatzeinbruch und Verlusten.

Vor gut einem Jahr hatte K+S die Übernahme durch den kanadischen Konkurrenten Potash abgewehrt. Der Quartalsbericht des MDAX-Konzerns am Donnerstag (10. November) dürfte ernüchternd ausfallen. Die Kennzahlen dürften aus Sicht von Analysten durch die Bank schwach sein. Die vom Konzern befragten Experten erwarten für das dritte Quartal einen Umsatzschwund um ein Fünftel auf 718 Millionen Euro. Niedrigere Preise im Kaligeschäft und Produktionsprobleme wegen fehlender Genehmigungen für die Abwasser-Entsorgung an der Werra belasten.

Sinkende Produktion erwartet
Vor Zinsen, Steuern und vor Bewertungsveränderungen von Derivaten (Ebit I) wird ein Verlust von 32 Millionen Euro erwartet, nach einem Gewinn von 132,1 Millionen ein Jahr zuvor. Dabei dürfte sich auch die Zurückhaltung der Kunden im Salzgeschäft bemerkbar machen. Wegen des milden Winters im Vorjahr sind die Lager gut gefüllt. Unter dem Strich rechnen die Experten mit einem Verlust von 35 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 89,7 Millionen. Liberum-Analystin Lisa De Neve erwartet ein sehr schwaches Quartal. Angesichts der Produktionsprobleme in Deutschland rechnet sie mit einer deutlich niedrigeren Produktion und in Folge deutlich höheren Kosten je Tonne Kali. Von der jüngsten Stabilisierung der Kalipreise dürfte K+S nicht profitiert haben. Auch das Geschäft mit Auftausalz dürfte wegen der hohen Lagerbestände der Kunden schwierig bleiben.

Die Dividende wird wohl verringert
Nach einem Umsatz- und Gewinneinbruch hatte Konzernchef Norbert Steiner die Aktionäre bei der Halbjahresbilanz bereits auf schwierige Zeiten eingestimmt. Angesichts des für 2016 erwarteten Umsatz- und Gewinneinbruchs sei auch eine "deutlich niedrigere" Dividende (2015: 1,15 Euro je Aktie) zu erwarten, sagte er Mitte August. Bei der größten Investition des Konzerns - der neuen Kali-Mine in Kanada - verschob sich zudem wegen eines Unglücks der Start.

Die Aussichten für 2016 sind düster: Der Umsatz dürfte von 4,2 Milliarden Euro im Vorjahr auf 3,5 bis 3,7 Milliarden absacken, erklärte Steiner seinerzeit. Der operative Gewinn (Ebit I) dürfte sich mit 200 bis 300 Millionen Euro mehr als halbieren. Die Mittelfristprognose für 2020 bestätigte Steiner im Sommer. Dann strebt er einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von rund 1,6 Milliarden Euro an, nach 1,1 Milliarden 2015.

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An der Seitenlinie verharren
Zuletzt hat sich das Chartbild bei K+S wieder etwas aufgehellt. Der MDAX-Titel wird auch künftig immer wieder deutliche Tagesgewinne erzielen, da hier noch viele Shorties investiert sind, die bei Kursanstiegen rasch ihre Positionen glattstellen müssen. Mittel- bis langfristig bleiben die Perspektiven für den Konzern aber leider eher trüb. Anleger sollten daher weiterhin an der Seitenlinie verharren.

(Mit Material von dpa-AFX)

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