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07.10.2020 Fabian Strebin

Commerzbank: Zu billig, um nicht zuzugreifen? Großaktionär stockt auf

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Commerzbank

Die Aktie der Commerzbank gibt richtig Gas, nachdem vor knapp zehn Tagen die Unterstützung bei vier Euro getestet wurde. Einzelne Analysten werden trotz Corona-Pandemie und wirtschaftlicher Unsicherheit wieder optimistischer für den Sektor. Und auch ein Großaktionär der Commerzbank stockt seinen Anteil auf, noch bevor der neue Chef, Manfred Knof, im Januar das Ruder übernimmt.

Die Capital Group ist ein amerikanischer Investor, der bisher 4,82 Prozent an der Commerzbank hielt. Mit knapp zwei Billionen Dollar verwaltetem Vermögen gehört man zu den Schwergewichten der Branche. Auch an der Deutschen Bank halten die Amerikaner Anteile. Der CEO der deutschen Großbank, Christian Sewing, sprach sich gestern in einem TV-Interview für eine aktive Rolle der Deutschen Bank in der beginnenden Branchenkonsolidierung aus. Damit könnte in absehbarer Zeit eine Fusion zwischen Deutscher Bank und Commerzbank wieder ein Thema werden. Es ist kein Geheimnis, dass verschiedene Großaktionäre wie die Capital Group genau darauf abzielen.

Capital Group stockt auf über fünf Prozent auf

Mit gestern gemeldeten 5,31 Prozent Anteil an der Commerzbank zieht die Capital Group nun am anderen Ankeraktionär Cerberus vorbei. Neben dieser Meldung sorgen auch positive Analystenkommentare für Rückenwind, die den Bankensektor insgesamt wieder in den Fokus rücken. Die Experten von Barclays schreiben in einer Studie, die Aktien europäischer Banken könnten zu billig sein, um sie zu ignorieren. Zumal die Titel in diesem Jahr stärker als fast alle anderen Sektoren gefallen seien. Die Kapitalposition sei zudem „viel stärker“ als nach der Finanzkrise und potenzielle Fusionen und Sanierungen könnten helfen, den Druck der Niedrigzinsen auf die Margen abzumildern.

Commerzbank (WKN: CBK100)

Von der gestern durchbrochenen 200-Tage-Linie bei 4,43 Euro hat sich der Kurs weiter nach oben entfernt und somit das Kaufsignal bestätigt. Die 50-Tage-Linie bei 4,63 Euro wurde im Intraday-Handel nun ebenfalls geknackt, der Abwärtstrend vom Frühjahr um fünf Euro rückt damit näher. Trader bauen eine Position auf, langfristig orientiere Anleger halten vorerst die Füße still.

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Commerzbank.

Aktien von Commerzbank befinden sich im AKTIONÄR-Depot.