++ 5 Aktien mit magischer Gewinnchance ++

Coinbase: Ist CEO Brian Armstrong bald überflüssig?

Coinbase: Ist CEO Brian Armstrong bald überflüssig?
Foto: Brendan McDermid/REUTERS
Coinbase Global Inc -%
Philipp Schleu 28.01.2026, 19:18 Philipp Schleu
Logo: DER AKTIONÄRJetzt bei Google bevorzugen
Top-Analysen. Direkt für Sie. Bei Google.
  • Unsere Analysen ganz oben bei Google
  • Kostenlos schneller informiert
  • Jederzeit anpassbar

Bislang drehte sich die Debatte über künstliche Intelligenz vor allem um den Wegfall einfacher Einstiegsjobs. Nun erreicht die Automatisierung jedoch auch die Chefetage. So nutzt Coinbase-Gründer Brian Armstrong bereits ein internes KI-Modell als strategischen Berater für viele unternehmerische Entscheidungen.

Das System fungiert als zentrales „Orakel“. Der Grund: Armstrong hat ein selbstgehostetes KI-Modell implementiert, das sämtliche internen Datenquellen bündelt. Das Tool verarbeitet jeden Slack-Verlauf, jedes Google-Dokument sowie Daten aus Salesforce und Confluence.

Damit bricht Coinbase interne Datensilos auf. Während herkömmliche Sprachmodelle oft nur für punktuelle Aufgaben genutzt werden, greifen bei der Krypto-Börse mittlerweile alle Abteilungen – von der Rechtsabteilung bis hin zum Finanzwesen – auf den KI-Agenten zu.

Coinbase (WKN: A2QP7J)

Vom Schreibgehilfen zum Mentor

Armstrongs Ansatz unterscheidet sich fundamental vom gängigen Einsatz der Technologie. Statt die KI lediglich zum Entwerfen von Memos zu nutzen, setzt er auf das sogenannte „Reverse Prompting“. Dieses Konzept, das ursprünglich von Shopify-CEO Tobi Lütke stammt, kehrt die Rollenverteilung um.

Die KI agiert dabei als Coach und deckt blinde Flecken im Management auf. Armstrong stellt Fragen wie: „Worüber sollte ich mir im Unternehmen bewusst sein, wovon ich aktuell nichts weiß?“ Das Ergebnis: Die KI identifiziert Unstimmigkeiten innerhalb von Teams oder strategische Differenzen, die in Slack-Kanälen verborgen bleiben.

Effizienz unter dem Mikroskop

Auch die Selbstoptimierung steht im Fokus. Das System analysiert konkret, wie der CEO seine Zeit investiert. Ein Beispiel aus der Praxis: Armstrong plante, nur 20 Prozent seiner Kapazitäten für ein bestimmtes Projekt aufzuwenden. Die KI rechnete ihm vor, dass es tatsächlich 32 Prozent waren.

Das Ergebnis: Schnellere Entscheidungen und eine präzisere Ressourcenverteilung. In einem volatilen Marktumfeld, in dem es auf Agilität ankommt, könnte diese datenbasierte Führung das unternehmerische Risiko durchaus senken. Coinbase ist derzeit keine laufende Empfehlung des AKTIONÄR.

Behandelte Werte

Name Wert Veränderung
Heute in %
Coinbase - €

Aktuelle Ausgabe

Diese 5 Aktien verzaubern Ihr Depot

Nr. 39/26 8,90 €
Paypal Sofortkauf Im Shop kaufen Sie erhalten einen Download-Link per E-Mail. Außerdem können Sie gekaufte E-Paper in Ihrem Konto herunterladen.

Buchtipp: Magier der Märkte: Die nächste Generation

Die legendäre „Market Wizards“-Reihe kehrt zurück und richtet den Fokus auf eine neue Generation von Ausnahme-Tradern. Jack D. Schwager, die Legende in Sachen Trading-Interviews, entschlüsselt zusammen mit seinem Co-Autor George Coyle die Geheimnisse der Akteure, die in den komplexen Märkten der Gegenwart astronomische Renditen erzielen. Vom ehemaligen Sicherheitsdienst-Mitarbeiter, der 5.000 Dollar in über 100 Millionen verwandelte, bis hin zu algorithmischen Strategen – dieses Buch zeigt, dass Erfolg an der Börse kein Zufall, sondern das Ergebnis von Methode und mentaler Stärke ist. Es liefert tiefe Einblicke in individuelle Handelsstrategien, hocheffizientes Risikomanagement und die unverzichtbare psychologische Diszi­plin. Genau das Richtige für alle, die das Handwerk des Tradings von den Besten der Welt lernen wollen.

Magier der Märkte: Die nächste Generation

Autoren: Schwager, Jack D. Coyle, George F.
Seitenanzahl: 496
Erscheinungstermin: 17.09.2026
Format: Klappenbroschur
ISBN: 978-3-68932-118-5

Preis: 39,90 €