China kontert: Zölle auf US-Importe steigen auf 84 Prozent

China kontert: Zölle auf US-Importe steigen auf 84 Prozent
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Jan-Paul Fóri 09.04.2025, 13:19 Jan-Paul Fóri
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China hat angekündigt, die Zölle auf US-Importe auf 84 Prozent zu erhöhen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg zur Wochenmitte. Damit reagiert die Volksrepublik auf die zuvor von Donald Trump erhöhten Einfuhrzölle auf chinesische Waren in die USA. Zugleich eskaliert der Zollstreit weiter. In einer ersten Reaktion gibt der DAX deutlich nach.

Konkret hat das chinesische Büro der Zollkommission des Staatsrats beschlossen, dass die Zölle, die ab dem 10. April auf US-Waren gelten nicht mehr 34 Prozent, sondern 84 Prozent betragen. Mit dem Schritt reagiert Peking auf die jüngsten US-Zollerhöhungen. US-Präsident Donald Trump hatte am Vorabend die Zölle auf chinesische Waren auf 104 Prozent erhöht, wie DER AKTIONÄR berichtete.

Seit Mitternacht amerikanischer Zeit gelten für etliche Länder deutlich höhere Einfuhrabgaben – insbesondere für jene, mit denen die USA nach Regierungsangaben ein besonders hohes Handelsdefizit haben. Wenig erfreut dürften darüber auch die reichsten Männer der Welt sein.

DAX (WKN: 846900)

In einer ersten Reaktion fällt der DAX bis auf 19.396 Zähler, ehe eine leichte Gegenbewegung einsetzt. Trotzdem notiert der deutsche Leitindex mit einem Minus von fast vier Prozent weiterhin klar im Minus. 

Infront DowJones (WKN: 969420)

Auch am US-Aktienmarkt zeichnet sich ein weiterer schwacher Handelstag ab. Der Dow-Jones-Future notiert rund eineinhalb Stunden vor Handelsbeginn mehr als zwei Prozent im Minus bei 37.010 Punkte. Zur Verdeutlichung: Ende Januar notierte der US-Leitindex noch in Schlagweite der 45.000-Punkte-Marke.

Der Handelskrieg spitzt sich weiter zu. Spannend wird nun, wie die EU auf den Konflikt reagiert. Dem Merkur zufolge will Brüssel noch heute Gegenmaßnahmen ankündigen. Der Plan der EU, dem die Mitgliedsländer noch zustimmen müssen, ist aber bereits bekannt. Ab dem 15. April sollen zunächst Produkte wie Motorräder der Marke Harley-Davidson oder auch Jeans, Orangensaft und Cranberries betroffen sein. Ab dem 16. Mai folgt die zweite Runde der Gegenzölle, die Stahl, Fleisch und Schokolade betrifft, und am 1. Dezember werden in der dritten Runde Zölle auf Mandeln und Sojabohnen eingeführt.

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