Geht es nach den Experten des US-Analysehauses Bernstein Research, so sollte man weiterhin die Anteilscheine von BASF kaufen. So sieht deren Experte James Hooper die DAX-Titel erst bei einem Niveau von 61,00 Euro fair bewertet. In seinem heute veröffentlichten Branchenausblick mahnt er aber auch zur Vorsicht.
So geht Hooper nicht davon aus, dass gute Geschäftszahlen und höhere Unternehmensziele – bedingt durch Sondereffekte – zwangsläufig zu höheren Kursen führen werden. Bei Firmen wie BASF dürften zudem andere Faktoren wie etwa eine mögliche Übernahme von Evonik oder der Agrarzyklus eine wichtige Rolle spielen.
Indes prüft BASF gemeinsam mit der chinesischen Highsun Holding Group (HSCC) eine Neuordnung ihrer Polyamid-6-Aktivitäten in Europa. Die Gespräche könnten zur Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens führen, an dem beide Partner jeweils zur Hälfte beteiligt wären. Zusätzlich stehen weltweite Extrusionsgeschäfte beider Unternehmen außerhalb Nordamerikas als mögliche Bestandteile zur Debatte. Anlass für die Prüfung ist BASFs Bestreben, seine Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
"Die europäische Chemieindustrie muss wettbewerbsfähiger werden", sagte BASF-CEO Markus Kamieth. Um international bestehen zu können, brauche es eine stärkere Konsolidierung der Branche und damit leistungsfähigere Unternehmen. "BASF beabsichtigt, diese Entwicklung aktiv mitzugestalten", so Kamieth.
BASF produziert PA6 und dessen Vorprodukte an Standorten in Ludwigshafen, Antwerpen, Caojing in China sowie Freeport in Texas. HSCC zählt zu den führenden Anbietern von Caprolactam und unterhält 31 Produktionsstätten in China und Europa. Die nachgelagerten Bereiche für technische Kunststoffe beider Unternehmen sind laut Mitteilung nicht Gegenstand der Prüfung.
Auch DER AKTIONÄR hält weiterhin an seiner Einschätzung fest: Wer bei der Dividendenperle investiert ist, bleibt abgesichert mit einem Stoppkurs bei 39,00 Euro nach wie vor an Bord.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BASF.
Heute, 09:39
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