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Foto: Börsenmedien AG, BASF
06.11.2020 Thorsten Küfner

BASF: Corona durchkreuzt ehrgeizige Pläne

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BASF

Der Chemiekonzern BASF wird mit seinen drei Partnern den ins Auge gefassten Chemiekomplex in Indien erst einmal nicht bauen. Grund hierfür sei die weltweite Corona-Pandemie und die damit verursachten globalen wirtschaftlichen Unsicherheiten, so die beteiligten Unternehmen nach Abschluss einer Machbarkeitsstudie mit. Trotz aller Versuche, den Umfang und die Ausgestaltung zu optimieren, müsse das Projekt ausgesetzt werden. 

BASF, die Abu Dhabi National Oil Company, die indischen Adani Group und die österreichische OMV-Beteiligung Borealis hatten vor gut einem Jahr eine Absichtserklärung für eine Machbarkeitsstudie unterzeichnet. Im Zentrum stand eine neue Anlage zur Herstellung der wichtigen Basischemikalie Propylen aus dem Rohstoff Propan. Für die BASF dient Propylen als Ausgangsmaterial für zahlreiche Acrylsäureprodukte, darunter zum Beispiel Superabsorber für Windeln. Die Gesamtinvestition für den in Mundra im indischen Bundesstaat Gujarat angedachten Komplex waren laut früheren Angaben auf bis zu vier Milliarden US-Dollar geschätzt worden. 

Das Projekt ist aber noch nicht komplett vom Tisch. BASF und ihre Partner seien nach wie vor von den starken Rahmendaten des indischen Marktes überzeugt. Deshalb wollen alle Beteiligte die Marktbedingungen regelmäßig überprüfen und Optionen ausloten, "die sich im Laufe der Zeit ergeben könnten", hieß es weiter.

BASF (WKN: BASF11)

Der Aufschub des Mega-Projekts in Indien ist angesichts der Umstände natürlich eine absolut nachvollziehbare Entscheidung. Die Aktie von BASF bleibt für langfristig orientierte Dividendenjäger nach wie vor eine solide Halteposition. Der Stoppkurs sollte bei 44,00 Euro belassen werden. 

BASF
Dividende in Euro je Aktie

Mit Material von dpa-AFX

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