Die Allianz bleibt auf Expansionskurs in Asien – und ein möglicher Milliarden-Deal rückt dabei in den Fokus. Der Versicherungsriese zählt offenbar zu einem kleinen Kreis ausgewählter Favoriten für einen Milliardendeal. Allerdings ist auch die Konkurrenz hochkarätig.
Laut einem Bericht von Bloomberg hat HSBC die Bieterliste für seine Versicherungseinheit in Singapur deutlich eingegrenzt. Neben der Allianz sind demnach nur noch Daiichi Life und Sumitomo Life im Rennen.
Die verbliebenen Interessenten arbeiten dem Bericht zufolge aktuell mit Beratern an verbindlichen Angeboten, die in den kommenden Wochen eingereicht werden sollen. HSBC könnte für das Geschäft eine Bewertung von bis zu zwei Milliarden Dollar, umgerechnet rund 1,7 Milliarden Euro, anstreben. Eine endgültige Entscheidung ist jedoch noch nicht gefallen.
Der Deal hätte strategische Bedeutung: Für die Allianz wäre eine Übernahme ein sinnvoller Schritt, um das Geschäft in Asien weiter auszubauen. Die Region gilt seit Jahren als wichtiger Wachstumstreiber für den Versicherungskonzern.
Allerdings ist die Konkurrenz hochkarätig – insbesondere die japanischen Rivalen Daiichi Life und Sumitomo Life drängen ebenfalls verstärkt in den südostasiatischen Markt.
HSBC zufolge befindet sich die Versicherungssparte in Singapur weiterhin in einer strategischen Überprüfung. Gleichzeitig unterstrich die Bank die Bedeutung Singapurs als zentralen Standort für Wealth Management und Wachstum. Die beteiligten Versicherer wollten sich zu dem laufenden Verfahren nicht äußern.
Für die Allianz wäre es nicht der erste Anlauf in Singapur: Erst 2024 hatte der Konzern ein Angebot zur Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung an Income Insurance im Volumen von rund 1,5 Milliarden Euro zurückgezogen. Nun könnte sich eine neue Chance ergeben. DER AKTIONÄR berichtete damals bereits darüber.
Unabhängig vom Ausgang des Singapur-Deals bleibt die Aktie attraktiv. Operativ läuft es rund, die Wachstumsstory stimmt – und auch charttechnisch steht das Papier blitzsauber da. Ein Angriff auf neue Rekordhochs dürfte nur eine Frage der Zeit sein. Anleger können bei dem Qualitätstitel weiter zugreifen.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Allianz.
Heute, 08:11