08.02.2014 Markus Horntrich

Action-IPO: GoPro will an die Börse

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DAX
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Für Sportler und Action-Helden sind die Hero-Actionkameras von GoPro längst ein Begriff. Nun wagt der US-Konzern offenbar den Gang an die Börse. Die notwendigen Dokumente wurden bei der Börsenaufsicht der USA bereits eingereicht. Die Kameras der Firma erfreuen sich großer Beliebtheit. Bald auch die Aktie?

Action-Kamera

Die kleinen GoPro-Geräte lassen sich beispielsweise an Helmen befestigen und nehmen Videos oder Fotos in voller Fahrt auf. Kosten pro Gerät: Zwischen 300 und 400 Euro. Die Kaliforniergaben nun in einer Pressemitteilung bekannt, dass man Dokumente für ein IPO bei der Securities and Exchange Commission eingereicht hat. Einzelheiten zum Börsengang sind bislang nicht bekannt. GoPro nutzt eine Regelung, nach der junge Firmen mit unter einer Milliarde Dollar Umsatz ihren Börsenprospekt im Geheimen vorlegen können. Auch Twitter ging bei seinem Börsengang 2013 diesen Weg.

Hier der Space Jump von Felix Baumgartner, gefilmt mit GoPro:

Bewertung: Mindestens 2,3 Milliarden Dollar

GoPro hat laut Gründer und CEO Nick Woodman im Jahr 2012 rund 2,3 Millionen Kameras vekauft und verdiente mehr als 520 Millionen Dollar. An den Markt ging die Firma mit der ersten Kamera im Jahr 2004. Woodman zufolge war GoPro "profitabel seit dem ersten Tag“. Bisher brauchte GoPro nur zwei Investitionsrunden. Bei der jüngsten hat sich der chinesische Elektronikhersteller Hon Hai Precision Industry, besser bekannt als Foxconn , im Dezember 2012 beteiligt. Diese Investition bewertet das Unternehmen mit 2,25 Milliarden US-Dollar und machte den 38 -jährigen Woodman, der diversen Quellen zufolge etwa 45 Prozent des Unternehmens besitzt zum Milliardär. Interessant: Die Meldung zum IPO-Filing kam drei Tage, nachdem das Unternehmen bekannt machte, dass es den ehemalige Qualcomm-Manager Jack Lazar als neuen Finanzvorstand einstellte. DERAKTIONÄ erwartet den Börsengang im ersten Halbjahr.

Buchtipp: Kurzfriststrategien für Anleger

Bekannt wurde er mit Langfriststrategien. Doch in seinem neuen Buch widmet sich Börsenexperte Thomas Gebert nun Kurzfriststrategien: Wie bekommt man die kurzfristigen Bewegungen der Aktienkurse in den Griff? Der Schlüssel liegt einerseits in einer speziellen Deutung der Candlestick-Charts, mit denen sich relative Stimmungsextreme diagnostizieren lassen, und andererseits in einem bestimmten Rhythmus, in dem die Kurse schwingen. Die Kombination, auf den emotionalen Umschwung zu warten und ihn zum richtigen Zeitpunkt zu erkennen, macht es möglich, die unmittelbare Richtung des DAX einzuschätzen. Gebert erklärt zudem, wie er zu seiner überaus treffsicheren 2-Wochen-Prognose in seinem beliebten „GebertBrief“ kommt.

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