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Bitcoin-Crash: Zahlen? Nein, danke!

Bitcoin-Crash: Zahlen? Nein, danke!
Foto: Börsenmedien AG
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Florian Söllner 18.12.2013, 15:32 Florian Söllner

Die Party für Bitcoin-Zocker scheint vorbei. Der Kurs der virtuellen Währung fällt weiter. Derzeit werden 610 Dollar bezahlt, vor wenigen Wochen notierte ein Bitcoin noch über 1.200 Dollar. Im Vergleich zum Stand Anfang des Jahres scheinen selbst die jetzigen Ausverkaufskurse noch extrem hoch: Im Januar gab es einen Bitcoin für 13 Dollar zu kaufen.

Große Umfrage

Jetzt hat die Tomorrow Focus AG über 1.000 Internetnutzer zum Thema Bitcoin befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass die virtuelle Währung noch weit entfernt ist, klassischen Währungen gefährlich zu werden. Immerhin: Knapp die Hälfte der Befragten hat den Begriff Bitcoin schon einmal gehört. 57 Prozent kann sich aber nicht vorstellen, zukünftig mit Bitcoin zu bezahlen. Vereinzelt gibt es jedoch mutige Pioniere: 2,2 Prozent haben bereits mit der Internetwährung bezahlt.
Der Hauptgrund, warum die Mehrheit der Befragten nicht mit Bitcoin bezahlen möchte ist, dass sie keinen Vorteil gegenüber einer Bezahlung mit Euro sehen. 48 Prozent haben Zweifel an der rechtlichen Sicherheit, 40 Prozent haben Angst vor Hacker-Angriffen und vor dem Verlust der Bitcoins.

Bitcoin-Zahlung? Nein, danke!

64 Prozent der Befragten würden eine Zahlung in Bitcoin nicht annehmen. Knapp ein Drittel könnte es sich dagegen vorstellen. Zur Skepsis der Befragten tragen sicherlich deutliche Warnungen von Behörden bei. Für das digitale Geld gebe es keine Einlagensicherung, sagte etwa die Europäische Bankenaufsicht EBA, zudem seien die Coins auf den Computern der Nutzer Hackerangriffen ausgesetzt wie die Handelsplattformen im Internet selbst. Außerdem warnt die EBA vor kriminellem Missbrauch zum Beispiel für Geldwäsche und der grundsätzlichen Möglichkeit einer zukünftigen Besteuerung von Transaktionen. 

Merrill Lynch lobt zwar die geringen Transaktionskosten beim Einsatz der Währung, sieht aber auch Nachteile wie die Gefahr einer Regulierung und die hohe Schwankungsbreite. Hauptgrund für die hohe Volatilität: Es gibt eine hohe Nachfrage, aber viel zu wenig Bitcoins. Aktuell sind elf Millionen Bitcoins im Umlauf, ihre Zahl ist auf 21 Millionen Stück begrenzt.

Absturz hat begonnen

DER AKTIONÄR bleibt skeptisch. Auch die vermeintlich günstigeren Kurse stellen kein Schnäppchen dar. Letztlich hat das virtuelle Schöpfen einer Währung durch Software auch geringe Markteintrittsbarrieren, was Nachahmer anlocken und den eigentlichen Wert von Bitcoins – ihre Knappheit als quasi-exklusive virtuelle Währung – mittelfristig untergraben dürfte. Der Kursabsturz hat wohl erst begonnen.

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