Zum Wochenauftakt bleiben die Märkte fest im Griff der Eskalation im Nahen Osten. Nach den Angriffswellen der USA auf den Iran und angesichts steigender Ölpreise startet der DAX zwar leicht im Minus, hält sich mit 25.011 Punkten aber erstaunlich stabil. Im Fokus bleibt damit weiter die psychologisch wichtige 25.000er-Marke, die zuletzt mehrfach zur Richtungsentscheidung wurde.
Charttechnisch ist das Bild trotz der Turbulenzen noch intakt. Der DAX notiert weiter über der 50-Tage-Linie und der 200-Tage-Linie, was das grundsätzlich positive Gesamtbild stützt. Gleichzeitig steigen die Renditen: In Deutschland liegt die zehnjährige Rendite bei 3,05 Prozent, in den USA bei 4,57 Prozent. Brent legt um 3,5 Prozent auf 78,80 Dollar zu und setzt damit vor allem Öl- und Chemiewerte unter beziehungsweise über Druck.
Im Einzelbild rücken heute BASF, Fraport, HelloFresh, Hochtief, Infineon und Siemens Energy in den Mittelpunkt. BASF bleibt trotz der Unsicherheit relativ stabil und profitiert vom Ölpreisanstieg, während Fraport nach schwächeren Juni-Zahlen den Passagierausblick senkt. Bei HelloFresh verschärft die Abstufung durch Kepler Cheuvreux auf „Reduce“ mit einem Kursziel von 3,50 Euro das ohnehin schwache Bild. Hochtief und Infineon leiden unter der Schwäche der Halbleiter- und KI-Werte, Siemens Energy bleibt trotz Kursdruck mit einem Kursziel von 215 Euro bei Jefferies interessant.
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