Der DAX legt spürbar zu und überwindet wieder die Marke von 24.300 Punkten. Nach einem schwachen Monatsauftakt rücken geopolitische Sorgen im Nahen Osten etwas in den Hintergrund, während die Berichtssaison zunehmend den Takt vorgibt. Viele Unternehmenszahlen fallen besser aus als erwartet und sorgen damit für Rückenwind an den Börsen.
Im DAX steht die Commerzbank AG im Fokus. Die geplante Übernahme durch UniCredit zu 34,35 € je Aktie sorgt für Bewegung, auch wenn das Angebot nur knapp über dem aktuellen Kurs liegt. Ebenfalls stark zeigt sich Infineon Technologies AG vor den anstehenden Zahlen – hier spielt die KI-Fantasie eine wichtige Rolle. Rheinmetall AG bleibt nach den zuletzt gemischten Zahlen stabil gefragt, während Fresenius Medical Care mit schwachen Währungseffekten und Umbaukosten unter Druck steht.
In der zweiten Reihe stechen mehrere Werte hervor: Schaeffler profitiert von positiven Zahlen und angehobenen Zielen, während Fraport trotz solider Ergebnisse unter Druck gerät, da Kürzungen bei Lufthansa und hohe Ölpreise belasten. Insgesamt bleibt der MDAX stark von Einzeltiteln geprägt, mit teils deutlichen Ausschlägen in beide Richtungen.
Ein zusätzlicher Impuls kommt aus dem Kryptomarkt: Der Bitcoin zieht wieder an und notiert über 81.000 US-Dollar. Auch Einzelwerte wie PayPal reagieren positiv auf robuste Zahlen, während Coinbase zusätzlich von Stellenstreichungen und Effizienzmaßnahmen profitiert. Intel legt ebenfalls zu, gestützt durch Spekulationen über mögliche Apple-Partnerschaften im Fertigungsbereich.
Martin Weiß, stellvertretender Chefredakteur von DER AKTIONÄR, kennt die Indikationen für den heutigen Handelstag.
Johanna Krämer, Korrespondentin an der Börse Frankfurt, gibt außerdem einen Überblick, was die Märkte bewegt.
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