Die Lage am deutschen Aktienmarkt bleibt weiterhin angespannt. Gestern sah es über weite Strecken des Handelstags noch nach einer Erholung aus. Der DAX konnte zunächst zulegen und hielt sich lange in der Gewinnzone. Im weiteren Verlauf kippte die Stimmung jedoch spürbar. Die Bären übernahmen wieder das Kommando, sodass der Leitindex seine Gewinne komplett abgab und letztlich sogar deutlich im Minus schloss.
Damit setzt sich das derzeitige Muster fort: Positive Ansätze sind zwar vorhanden, doch nachhaltige Aufwärtsbewegungen haben es schwer. Zu groß bleibt die Unsicherheit an den Märkten.
Auch für den heutigen Handelstag sind die Vorzeichen alles andere als ideal. Die Wall Street präsentierte sich zuletzt uneinheitlich. Während sich einige Standardwerte noch vergleichsweise stabil hielten, gerieten vor allem die Technologieaktien deutlich unter Druck. Das belastet die Stimmung, da die Techbranche zuletzt einer der wichtigsten Kurstreiber gewesen ist.
Auch aus Asien kommen keine positiven Impulse. Die wichtigsten Börsen der Region notieren überwiegend schwächer und liefern damit wenig Unterstützung für den europäischen Handelsstart.
Ein wesentlicher Belastungsfaktor bleibt die geopolitische Lage. Im Iran-Konflikt hat sich die Situation zuletzt wieder verschärft. Neue gegenseitige Angriffe und Drohungen sorgen für zusätzliche Nervosität und schüren die Sorge vor einer weiteren Eskalation. Entsprechend halten sich viele Anleger mit größeren Engagements zurück.
Vor diesem Hintergrund dürfte es auch heute ein anspruchsvoller Handelstag für den DAX werden.
Bei den Einzelwerten geht es heute um Commerzbank, Meta, OpenAI-IPO, Nuvalent/GSK und Oracle. Marco Uome informiert über die Lage an den Märkten.