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Micron‑Aktie: Physische KI als neuer Treiber – Prognose 2030

Micron‑Aktie: Physische KI als neuer Treiber – Prognose 2030
Foto: Micron Corporation
Micron Technology Inc. - %
Ingo Nix Heute, 08:25 ‧ Ingo Nix
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Micron profitiert von der Speicherknappheit – und die könnte länger dauern als gedacht. Wedbush Securities sieht in Robotern den nächsten Treiber und beruft sich auf Elon Musk. Rückenwind kommt aus Korea: SK Hynix meldete am Mittwoch Rekordzahlen und erwartet den Mangel bis zum Jahr 2030. 

Auslöser ist ein Beitrag von Musk auf X: Der Speicherbedarf von Robotern werde alles andere auf der Erde übertreffen. Wedbush-Analyst Matt Bryson sieht darin ein Argument für eine längere Knappheit, falls sich physische KI durchsetzt – also KI in Maschinen, die in der realen Welt arbeiten. Dann drohten auch Engpässe bei ausgereiften Halbleitern wie Mikrocontrollern und Sensoren.

Micron-Aktie: Wie viel Speicher braucht ein Roboter?

Micron-Chef Sanjay Mehrotra bezifferte Ende September den Bedarf eines humanoiden Roboters auf mehr als 200 Gigabyte Arbeitsspeicher – so viel wie bei einem autonomen Auto. Schon ohne Roboter boomt das Geschäft: Im vierten Geschäftsquartal bis Anfang September setzte Micron 54,23 Milliarden Dollar um, knapp das Fünffache des Vorjahresquartals. Für das laufende Quartal peilt das Management 61,5 Milliarden Dollar an.

Wie eng der Markt ist, zeigt SK Hynix: 104,62 Billionen Won Umsatz, 328 Prozent mehr als vor einem Jahr, bei einer operativen Marge von 80 Prozent. Arbeitsspeicher und HBM, den Hochleistungsspeicher für KI-Chips, sieht der Konzern bis zum Jahr 2029 praktisch ausverkauft.

Musk selbst hat Anfang Oktober den Speicher auf den Chips für seinen Roboter Optimus gekürzt, um genug Stückzahlen zu erreichen. Nach Zahlen von Counterpoint Research bliebe der Roboterbedarf im Jahr 2030 ein winziger Bruchteil der heutigen Produktion. Der Robotertreiber ist eine Wette auf das Ende des Jahrzehnts – bis dahin tragen die Rechenzentren das Geschäft.

Micron Technology (WKN: 869020)

Mit 983,23 Dollar lag die Aktie gestern 21,7 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 1.255 Dollar. Seither läuft sie in einem sich verengenden Dreieck: oben eine fallende Linie seit dem Junihoch, unten eine steigende Linie seit Mai. Erster Widerstand ist der Bereich um 1.000 Dollar. Mit dem Kursplus gestern hat die Aktie die 50-Tage-Linie bei 980,56 Dollar zurückerobert, allerdings nur knapp. Nachbörslich fiel sie um 2,48 Prozent auf 958,88 Dollar und damit wieder darunter. Der langfristige Trend steht: Die 200-Tage-Linie bei 741,09 Dollar liegt 32,7 Prozent tiefer. Hält die 50-Tage-Linie nicht, rückt die untere Dreieckslinie in den Blick.

Depot 2030 mit KI-Schutz inside (KI-generiert)
Quelle: Sonnet/KI

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Hinweis auf Interessenkonflikte:
Aktien der Micron Technology befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.

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