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14.03.2022 Lars Friedrich

BYD, Alibaba, Tencent und Co: Panik-Verkäufe bei China-Aktien erreichen historische Ausmaße

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Tencent

Nächster Tiefpunkt beim Kursdesaster rund um China-Aktien! Nach den Abverkäufen am Donnerstag und Freitag im US-Handel verlieren Alibaba, Tencent, Xiaomi, BYD und Co auch zum Wochenauftakt in Hongkong jeweils mehrere Prozent. Der Hang Seng Tech schließt elf Prozent im Minus. Gegenwehr im Tagesverlauf? Keine.

Die Kurse rutschten immer tiefer. Das Ausmaß ist historisch: So schlecht lief es für China-Aktien in Honkong zuletzt während der Finanzkrise 2008. Der Golden Dragon Index, der sich auf chinesische ADRs bezieht, ist bereits vergangene Woche an zwei Tagen hintereinander mehr als 10 Prozent abgestürzt. Das gab es laut Bloomberg nie zuvor in der 22-jährigen Index-Geschichte.

Xiaomi (WKN: A2JNY1)

Als Erklärung für den heutigen Rutsch wird gemeldet: Russland soll China um militärische Unterstützung für den Krieg in der Ukraine gebeten haben. Sollte Peking darauf eingehen, könnte das wiederum das Verhältnis zum Westen massiv belasten. China hat inzwischen die Meldung aus den USA dementiert.

BYD (WKN: A0M4W9)

Das ist aber nur ein Teil der Wahrheit. DER AKTIONÄR hatte bereits am Freitag darauf hingewiesen, dass mehrere Faktoren die Kurse von China-Aktien belasten, darunter die Coronalage in China (siehe Beiträge am Artikel-Ende). Quasi als Sahnehäubchen kommt dazu: Laut AKTIONÄR-Medienpartner Wall Street Journal droht Tencent eine Rekordstrafe wegen Geldwäsche. WeChat Pay soll unter anderem Transaktionen für illegales Glücksspiel ermöglicht haben.

Tencent (WKN: A1138D)

Die aktuelle Entwicklung sieht nach Kapitulationsphase aus. Mit Gegenbewegungen in den kommenden Handelstagen ist zu rechnen, Anleger sollten aber vorsichtig bleiben. Mehr dazu in der kommenden AKTIONÄR-Ausgabe.

Nach dem Ende der Corona-Lockdowns stehen chinesische Tech-Werte vor einem enormen Wachstumsschub – und auch Südostasien bietet 2023 einmalige Renditeschancen für Anleger. Das Aufholpotenzial ist immens – vor allem in der Technologie-Szene. Seien Sie dabei, wenn der CAT-Report von Martin Weiß an den Start geht. Neben klassischen Tech-Titeln fokussiert sich der Spezialdienst auf Wachstumsmärkte wie E-Mobilität, Cloud, künstliche Intelligenz, Gaming und E-Commerce.

Der Handel mit Anteilen chinesischer Unternehmen ist mit erheblichen politischen und rechtlichen Unsicherheiten verbunden. Für Anleger besteht ein erhöhtes Totalverlustrisiko.

Hinweis auf Interessenkonflikte: Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Alibaba, Baidu, JD.com.

Behandelte Werte

Name Wert Veränderung
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Meituan Dianping - €
JD.com - €
JD.com A - €
Baidu - €
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WANT INDEX (NET RETURN) (EUR) - PKT
Netease - €
Netease - €
Pinduoduo - €
Jinkosolar - €
Weibo - €
BeiGene - €
Trip.com - €
iQiyi - €
DiDi Global Inc. - $
HUYA Incorporated - €
Bilibili Inc. - €
JOYY INC. REG.SHS (SP.ADRS)/20 CL.A O.N. - €
Douyu - €

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„Wandel durch Handel“, so lautet die Devise, mit der deutsche Unternehmen (gute) Geschäfte mit Diktatoren und Diktaturen machen. Mathias Döpfner hat als junger Journalist diese Devise aus dem Mund von Kanzler Kohl höchstpersönlich gehört. Es hat sich jedoch gezeigt: Dadurch verändert sich nichts zum Besseren, ganz im Gegenteil. Deutschland, der Westen, wir alle machen uns vielmehr von Diktaturen abhängig und damit mitschuldig an Menschenrechtsverletzungen, Gewalt gegen die eigene Bevölkerung, gegen Journalisten, die nur die Wahrheit herausfinden und darüber berichten wollen. Spektakuläre Fälle wie der von Jamal Khashoggi oder Deniz Yücel zeigen: Wir müssen unsere (Handels-)Strategie im Umgang mit Despoten und Diktatoren überdenken.

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