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15.01.2021 Nikolas Kessler

Bitcoin: Das wäre ein Novum

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Bitcoin

Die Zahl der Superreichen, die von einem Teil Ihres Vermögens Bitcoin kaufen, wächst. Ebenso die der Unternehmen, die einen Teil ihrer Bilanzsumme in Bitcoin investieren – etwa MicroStrategy und Square. Doch nun ist in den USA auch der erste Bürgermeister auf die Idee gekommen, etwas Geld aus dem Säckel der Stadt in die Kryptowährung zu stecken.

Francis Suarez, Oberbürgermeister von Miami, ist Bitcoin-Fan und erwägt, einen Teil der städtischen Rücklagen in die Kryptowährung zu investieren. „Wir sehen uns Möglichkeiten an, um unser Anlageportfolio zu diversifizieren und einen Teil unserer Investitionen in Form von Bitcoin zu halten“, erklärte er im Interview mit dem TV-Sender FOX Business.

Der jüngste Kursanstieg des Bitcoin auf neue Höchststände scheint ihn in diesem Vorhaben nur bestärkt zu haben. „Hätte ich es letztes Jahr bereits getan, hätte ich ein Plus von 200 Prozent gemacht“, schwärmt der Bürgermeister. „Ich würde wie ein Genie aussehen.“

Miami soll Krypto-Hotspot werden

Das ist allerdings nicht der einzige Grund, warum Suarez künftig auf Bitcoin setzen will. Er plant Großes: „Wir wollen eine der krypto- und technologiefreundlichsten Städte im Land werden.“ Sein Ziel sei es, die regulatorischen Voraussetzungen zu schaffen, um Miami zur besten Stadt für Krypto-Geschäfte in den gesamten USA zu machen.

Dadurch sollen Kreativität und Innovationsstärke in der Region gefördert und gut bezahlte Arbeitsplätze im lukrativen Tech-Sektor geschaffen werden. Das würde nicht zuletzt den Finanzen der Stadt zugutekommen – zumal die Bürgerinnen und Bürger städtische Steuern und Gebühren künftig ebenfalls mit Bitcoin bezahlen können.

Quelle: coinmarketcap.com

Mit Blick auf die Kursrallye der letzten Monate erscheinen Bitcoin-Investments natürlich umso verlockender. Allerdings ist die Kryptowährung auch für ihre enorme Volatilität berüchtigt. Das sollte bei der Wahl der Investitionssumme unbedingt berücksichtigt werden – und zwar nicht nur von privaten Anlegern, sondern ganz besonders auch von politischen Entscheidern. 

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

Autor Nikolas Kessler ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "AKTIONÄR Depot" von DER AKTIONÄR.

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