Schlussglocke USA: Inflation belastet Techwerte ‑ Banken schwach

Schlussglocke USA: Inflation belastet Techwerte ‑ Banken schwach
Foto: hapabapa/iStockphoto
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Fabian Strebin Heute, 22:01 ‧ Fabian Strebin
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Stärker als erwartet gestiegene Verbraucherpreise im September haben am Mittwoch vor allem die konjunktursensiblen Papiere der Technologiebranche deutlich belastet. Erneut legten etliche Unternehmen zudem Quartalszahlen vor, diese wurden aber meist sehr streng bewertet.

Damit ging es für den technologielastigen Nasdaq 100 um 2 Prozent auf 29.950,82 Punkte nach unten. Der marktbreite S&P 500 fiel um 1,1 Prozent auf 7.719,50 Punkte. Der Leitindex Dow Jones Industrial schloss fast unverändert bei 51.622,32 Punkten.

Infront Tech 100 (WKN: A0AE1X)

Ausschlaggebend für die negative Inflationsüberraschung waren die hohen Preise für Kraftstoff und Heizöl. Besorgniserregend sei insbesondere der im bisherigen Verlauf des Oktobers zu beobachtende erneute Anstieg der Preise an den Zapfsäulen, sagte Dirk Chlench, Analyst bei der Landesbank Baden-Württemberg. Die US-Inflation steuere daher in den nächsten Monaten auf eine Rate von mehr als vier Prozent im Vorjahresvergleich zu.

Bei den Einzelwerten dominierten nach wie vor Aktien aus der Finanzbranche das Geschehen. Papiere der Bank of America sackten um knapp fünf Prozent ab. Das US-Finanzministerium hatte gegen die Großbank Strafen von mehr als 1,21 Milliarden Dollar wegen Verstößen gegen Geldwäsche- und Sanktionsgesetze verhängt. Unter anderem habe das Geldhaus chinesische Geldwäsche-Netzwerke nicht gemeldet, hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums. Zudem blieben die Erträge der Bank im Handel mit Anleihen, Devisen, Rohstoffen und Aktien im dritten Quartal hinter den Erwartungen zurück.

Anteilscheine von Morgan Stanley verloren nach der Quartalsbilanz der Bank 2,5 Prozent. Auch überraschend hohe Erträge des Geldhauses im Aktienhandel konnten den Kurs nicht stützen. Vielmehr habe auch dieses Finanzinstitut unter dem Strich enttäuscht und damit den Abschluss einer eher schwachen Berichtssaison für die Großbanken gebildet, hieß es am Markt.

Bank of America (WKN: 858388)

Papiere von BlackRock hingegen legten moderat zu. Der weltweit größte Vermögensverwalter hatte im dritten Quartal netto rund 20 Prozent mehr neue Mittel akquiriert als erwartet.

Blackrock (WKN: A40PW4)

Unter den Techwerten mussten die Anleger von CoreWeave einen Kurssturz um fast 16 Prozent verkraften. Die Anleihen des Anbieters von KI-Cloud-Computing-Diensten waren auf ein Niveau abgesackt, das in der Regel auf finanzielle Schwierigkeiten hindeutet. Dies warf ein Schlaglicht auf die erheblichen Finanzierungsrisiken, die mit dem schuldenfinanzierten Aufbau der Infrastruktur rund um Künstliche Intelligenz verbunden sind. Und diese Risiken steigen noch, falls die Zinsen nun tatsächlich stärker steigen sollten.

CoreWeave Inc. (WKN: A413X6)

In dem wieder von erheblicher Unsicherheit geprägten Umfeld trennten sich Anleger reihenweise von Technologiewerten. So büßten die Aktien von Nvidia, Meta und ARM Holdings zwischen 3,3 und mehr als sechs Prozent ein.

Arm Holdings (WKN: A3EUCD)

Speziell in der IT- und Hardwarebranche mussten die Aktien von HPE, NetApp und Dell Technologies Einbußen von bis zu knapp zwölf Prozent hinnehmen. Die britische Investmentbank Barclays hatte alle drei Werte nach den zuletzt deutlichen Kursanstiegen abgestuft und auf das aktuell eher schwierige Investitionsklima im Unternehmenssektor verwiesen.

Dell Technologies (WKN: A2N6WP)

Mit Material von dpa-AFX.

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