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03.07.2020 Adam Maliszewski

Wirecard: Deutsche Bank flirtet weiter

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Wirecard

Die Gerüchte über einen Teil-Einstieg der Deutschen Bank bei der insolventen Wirecard reißen nicht ab. „Wir sind eine der größten Banken im Zahlungsverkehr weltweit. Das ist eine unserer Stärken, ein echtes Kerngeschäftsfeld“ sagte Vorstand Fabrizio Campelli dem Handelsblatt. „Wenn sich hier also Gelegenheiten ergeben, uns zu verstärken, werden wir uns diese ansehen“ wurde Campelli zitiert. Naturgemäß kommt eine Beteiligung an einem Mitbewerber in Betracht, insbesondere, wenn beide Player aus dem selben Markt kommen. Die Aktie von Wirecard gewinnt leicht hinzu.

Am Donnerstag hatte die Deutsche Bank mitgeteilt, dass sie dem Aschheimer Unternehmen Unterstützung gewähren würde, um die Fortführung der Geschäftsaktivitäten zu ermöglichen. Da hatte man den Support auf die Wirecard Bank AG begrenzt. Etwaiges Engagement soll in enger Abstimmung mit dem Insolvenzverwalter und der Finanzaufsicht BaFin erfolgen.

Wirecard (WKN: 747206)

Das Papier dürfte weiter stark schwanken und immer wieder kurzfristig orientierte Trader anziehen. Es droht ein Abrutschen in den Cent-Bereich. Etwaige Teilverkäufe von Wirecard-Vermögenswerten dürften den Kurs nicht mehr stark beflügeln. Nur ein schneller Zugriff durch einen Großinvestor würde die Lage ändern.

Buchtipp: Die Geschichte der Spekulationsblasen

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