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28.10.2020 Adam Maliszewski

Wall Street Vorbericht: Schwach auf breiter Front – Covid19-Welle und Zahlen drücken

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DowJones

Der Kursrutsch an den Weltbörsen dürfte am Mittwoch auch am Handelsplatz New York weitergehen. Die sich zuspitzende Corona-Krise sorgt zur Wochenmitte bei Anlegern weiter für große Ängste, vor allem wegen sich abzeichnender Lockdowns in Europa. Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial eine Stunde vor dem Start 1,7 Prozent tiefer auf 26.984 Punkte. Der Terminkontrakt auf den marktbreiten Standard & Poor’s 500 notierte zuletzt deutlich im Minus bei 3.319 Zählern.

Die Marktteilnehmer werden wegen der neuen Covid19-Welle und dem nahenden Monatsschluss immer skeptischer. Laut den Experten der Societe Generale hält die Risikoscheu der Anleger unter diesen Umständen an. Auch die USA ist von der erneuten Infektionswelle schon länger erfasst worden. Laut Jürgen Michels, Chefvolkswirt bei der BayernLB, herrscht an den Märkten aber auch weiter Unsicherheit vor den nahenden US-Wahlen. Eine Hängepartie beim Wahlausgang wird von Experten als weitere Unwägbarkeit gesehen. 


Von Unternehmensseite kamen am Mittwoch durchwachsene Nachrichten. Die Aktie von Microsoft konnte sich der Marktschwäche vorbörslich mit einem Abschlag von 2,6 Prozent nicht entziehen, auch wenn der Softwarekonzern in seinem ersten Geschäftsquartal einen Gewinnsprung verbuchte. Kritische Stimmen gab es zum Ausblick, der laut dem Bernstein-Experten Mark Moerdler nur vorsichtig ausfalle. Anleger hätten sich hier offenbar etwas mehr erhofft, so der Experte.


Der Flugzeugbauer Boeing bleibt derweil schwer gezeichnet von der Viruskrise und dem Problemflieger 737 Max. Allerdings war er im dritten Quartal nicht so tief in die roten Zahlen geraten wie befürchtet, was von Anlegern mildernd berücksichtigt wurde. So konnten sich die Aktien vorbörslich mit einem vergleichsweise moderaten Minus von 0,8 Prozent dem marktbreiten Abgabedruck ein Stück weit entziehen.

Ansonsten berichtete mit UPS auch ein offensichtlicher Gewinner der Corona-Krise. Der Logistikkonzern profitierte im dritten Quartal weiter vom Paketboom, den Aktien konnte dies aber nicht nach oben verhelfen. Zeitweise sah es nach einem Anstieg aus, zuletzt aber rutschten die Papiere vorbörslich mit etwa zwei Prozent ins Minus. Vor Handelsstart notierten die Papiere kaum verändert bei 267,20 Dollar.