16.04.2019 Jochen Kauper

Volkswagen: Wichtiger Absatzmarkt, großes Risiko!?

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Volkswagen
Trendthema

Volkswagen setzt auf eine Erholung seines wichtigsten Absatzmarktes China. Zur Erinnerung: im  Jahr 2018 ist der Verkauf an neuen Autos das erste Mal seit 20 Jahren zurück gegangen. Für Volkswagen ist China enorm wichtig. Schon jetzt verkauft der VW-Konzern jedes zweite Auto in China. Die Aktie muss jetzt eine wichtige Hürde nehmen, um weiteres Kurspotenzial frei zu setzen.

China: Chance und Risiko für VW

China ist der wichtigste Automarkt der Welt. Die Experten des CAR-Instituts gehen davon aus, dass im Jahr 2019 22,3 Millionen neue Autos verkauft werden. Zum Vergleich: Deutschland wird auf 3,3 Millionen neu verkaufte Fahrzeuge kommen. Zur Erinnerung: im Jahr 2018 ist der chinesische Automarkt das erste Mal seit 20 Jahren geschrumpft. Besonders hart trifft eine solche Entwicklung VW. Im Gegensatz zu BMW und Daimler verkauft Volkswagen Konzernweit bereits die Hälfte seiner Autos in China!

Quelle: CAR-Institut

Wird China damit langfristig zum Risiko für VW? Eher nicht, meint Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut. "Für VW ist die China-Strategie alternativlos. China ist und bleibt der größte Automarkt der Welt und der Markt wird nach einer kleinen Durstrecke weiter wachsen" sagt Dudenhöffer gegenüber dem AKTIONÄR.

VW-Aktie arbeitet am Ausbruch

Das sollte der VW-Aktie weiteren Auftrieb geben. Das Papier steht vor einer wichtigen Hürde. Die Aktie ist kurz davor, den horizontalen Widerstand bei 155,60 Euro zu nehmen. Wird diese Hürde überwunden, hat die Aktie Luft bis 165,00 Euro.

Wachstumsmarkt China

Warum ist China für Volkswagen so wichtig? Der Markt in China hat noch jede Menge Nachholpotenzial. In den USA kommen auf 1.000 Einwohner 535 Autos. In Deutschland sind es 573. In China dagegen kommen nur 22 Autos auf 1.000 Einwohner.

Volkswagen sieht in China jedenfalls wieder Licht am Ende des Tunnels. "Wir haben leichte Signale, dass sich die Bedingungen am chinesischen Markt in den kommenden Wochen, vielleicht schon im Mai, entspannen könnten", sagte Volkswagen -China-Chef Stephan Wöllenstein am Montag im Vorfeld der Shanghai Motor.