09.04.2020 Marion Schlegel

US-Börsen erneut im Plus: S&P 500 mit höchstem Wochengewinn seit 1974!

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DowJones

Dank eines billionenschweren Kreditprogramms der US-Notenbank (Fed) hat der Dow Jones am Donnerstag an seine jüngste Erholung angeknüpft. Zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise will die Fed über verschiedene Programme insgesamt bis zu 2,3 Billionen Dollar in die Wirtschaft lenken. Damit sollen unter anderem kleinere und mittlere Unternehmen sowie die Kommunen und Städte gestützt werden. Die Fed wolle damit für Erleichterung und Stabilität während der Krise sorgen, sagte Notenbank-Chef Jerome Powell laut Mitteilung.

DowJones (ISIN: DE000DB2KFA7)

Der Dow stieg um 1,2 Prozent auf 23.719,37 Punkte, nachdem er zur Wochenmitte bereits unter anderem von der Hoffnung auf ein schrittweises Hochfahren der unter dem Corona-Virus leidenden US-Wirtschaft profitiert hatte. Zwischenzeitlich notierte der Dow allerdings noch deutlich höher. Auf Wochensicht bedeutet dies ein Plus von 12,7 Prozent.

Der marktbreite S&P 500 gewann am Donnerstag 1,5 Prozent auf 2.789,82 Zähler. Er verzeichnete mit einem Plus von gut zwölf Prozent sogar den höchsten Wochengewinn seit 1974. Der technologielastige Nasdaq 100 legte um 0,1 Prozent auf 8.238,53 Punkte zu. Am Freitag bleiben die Börsen dann wegen eines Feiertages geschlossen.

S&P 500 (ISIN: DE000DB2KFC3)

Angesichts der weiterhin freundlichen Stimmung am Aktienmarkt waren am Donnerstag vor allem die sehr konjunktursensiblen Bankaktien gefragt. So schnellten die Papiere von JPMorgan an der Dow-Spitze um rund neun Prozent in die Höhe. Außerhalb des US-Leitindex zogen die Anteilscheine von Citigroup um gut sieben Prozent und die von Wells Fargo um 9,6 Prozent an.

Der Streamingservice des Unterhaltungsriesen Walt Disney verzeichnet indes weiter ein rasantes Wachstum. Disney+ gewann rund fünf Monate nach dem Start in den USA weltweit bereits 50 Millionen Abonnenten. Die Anteilscheine zogen um gut drei Prozent an. Disney hatte mit dem Streamingdienst im November die Jagd auf den Marktführer Netflix eröffnet und auf Anhieb großen Kundenzustrom erhalten. Dessen Aktienkurs gab leicht nach.

Walt Disney (WKN: 855686)

Im Blickpunkt stand zudem das Treffen der in der Opec+ zusammengeschlossenen Ölförderländer zur geplanten, drastischen Reduzierung der Fördermenge für die kommenden Monate. Der Schritt ist wohl unumgänglich, weil sowohl die Corona-Krise als auch ein Preiskampf zwischen Saudi-Arabien und Russland den Ölpreis seit Wochen schwer belasten. An diesem Donnerstag büßten die Ölpreise anfängliche Gewinne wieder ein und gaben leicht nach, so dass auch die Aktien der Ölkonzerne Chevron und ExxonMobil jeweils knapp zwei Prozent verloren. Die jetzt im Raum stehenden Förderkürzungen scheinen den Anlegern offenbar nicht weit genug zu gehen.

(Mit Material von dpa-AFX)