03.01.2019 Florian Söllner

Überraschung: I-Pace überholt Tesla mit 234-Prozent-Sprung

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Die Tesla-Aktie steht zum Jahresbeginn aufgrund einer 2.000-Dollar-Preissenkung seiner Elektroautos unter Druck. Auch am Donnerstag gibt es Schlagzeilen, die daran erinnern, dass die weitgehend konkurrenzlose Zeit für den Elektroauto-Pionier mittlerweile Vergangenheit ist. So ist dem neuen Jaguar i-Pace in den Niederlanden ein Überraschungserfolg gelungen. Kurz vor der Absenkung der dortigen Förderung wurden auf Monatsbasis 2.621 des in Graz gebauten Elektroautos zugelassen - mehr als das Model S und Model X von Tesla zusammen. Diese verkauften sich im Dezember immerhin auch 2.210 mal - ein Plus von 160 Prozent. Alleine der i-Pace hat zum Jahresende 13 Prozent des Automarktes in den Niederlanden erobert. Jaguar hat durch seine Elektroauto-Offensive seinen 2018er-Gesamtabsatz um 234 Prozent auf 3.500 Autos gesteigert.

Die AKTIONÄR-Redaktion hat den von Magna produzierten Tesla-Rivalen Jaguar I-Pace im Dezember getestet und einen guten Ersteindruck erhalten. Hier das Video dazu:

 

Porsche, Audi, Daimler stehen in den Startlöchern und dürften ab 2019 den Vorteil haben, dass die staatliche Förderung von Tesla-Autos ab 200.000 Autos reduziert wird, während die Tesla-Verfolger hier noch aus dem Vollen schöpfen können. 

Ende 2019 holt Porsche zum ersten großen Gegenangriff aus. Nordamerika-Chef Klaus Zellmer sagte jüngst, dass die Kunden-Reaktionen auf den neuen Taycan "ziemlich großartig" seien. "Wenn alle dieses Auto kaufen, dann sind wir für das erste Jahr ausverkauft", zitiert Ecomento Zellmer. "Normalerweise kommen die Leute von Marken wie Audi, BMW oder Mercedes. In diesem Fall ist die Nummer-Eins-Marke Tesla."

Aufgrund der hohen Vorschusslorbeeren – Tesla ist mehr wert als BMW, die sechsmal so viele Autos baut – besteht ein hohes Risiko, sobald der lukrative Pionier-Elektroautomarkt in einen hart umkämpften Verdrängungswettbewerb mündet.

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Tesla.