23.05.2019 Florian Söllner

Tesla: Privat-Call! Model-Y-Flop? Was ist mit diesem Mann los?

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Tesla
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Was ist mit Adam Jones passiert? Der Top-Analyst von Morgan Stanley wurde jahrelang als „Tesla-Cheerleader“ von Bären wie Mark Spiegel verspottet und galt als einer der größten Fans von Elon Musk und seinen großen Plänen von Roboterautos und Solar-Visionen. Doch jetzt schockte er mit dem 10-Dollar-Bear-Case. Im Anschluss an die Veröffentlichung ist nun sind nun Inhalte eines Private-Calls mit Investoren aufgetaucht – und auch diese haben es in sich.

Zunächst erklärte er seinen Meinungsumschwung. Ende 2018 habe die Nachfrage nach Tesla-Elektroautos noch das Angebot übertroffen und es habe eine „Begeisterung rund um das Model Y“ gegeben. Doch nun, im Mai 2019 skizziert Adam Jones ein komplett anderes Bild: „Heute gibt es mehr Angebot an Tesla-Autos als Nachfrage, sie verbrennen Cash und keiner schert sich um das Model Y.“ Auch ist er enttäuscht, dass in der jüngsten Kapitalrunde kein großer, strategischer Investor gewonnen wurde, zitiert ihn Business Insider.

Es glaubt weiterhin an die Technology von Tesla. Doch das wiege die prekäre operative Lage und die wachsenden Schulden nicht auf.

Auf die Frage, ob eine weitere Preissenkung die Nachfrage anheizen und die Problem lösen könne, sagte Jones: Nein, diese Maßnahmen, seien schon ausgereizt Und was wäre mit einer Übernahme? Auch hier wird er skeptischer: Er glaubt, dass die großen Techfirmen abwarten, wie das "Marathon-Rennen" um die Elektromobilität ausgeht und sich erst dann positionieren.

Immer noch sieht er im Kern „großen Wert“ bei Tesla. Doch das Problem seien die Schulden und die hohen Fixkosten. Erst müsse das gelöst werden. Dazu bräuchte Tesla Wachstum. Doch Jones zweifelt: „Vielleicht sind die Käufer noch nicht für die Elektromobilität bereit, wie Elon Musk gehofft hatte.“

Neu: Gene Munster kappt Ziel

Heute vorbörslich verliert Tesla weitere vier Prozent. Denn nun kappt auch Loup Ventures von Gene Munster die Tesla-Absatzziele um zehn Prozent auf nur noch 310.000 Autos im Gesamtjahr. Das sind deutlich weniger als die mindestens 360.000 Elektroautos, die Elon Musk vorgibt, für 2019 zu erreichen. Grund: Sorgen, dass wegen des Handelsstreites der Verkauf von Teslas in China schwieriger wird.

Einem Analysten zufolge wollte Apple den Autobauer Tesla im Jahr 2013 zu einem Kurs von 240 Dollar kaufen. Ob Tesla zu Apple, BMW oder Daimler passen würde, wird im gestrigen Video AKTIONÄR TV besprochen.

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Tesla.