06.11.2018 Martin Weiß

Tesla-Chef Musk: "Man wird ein bisschen verrückt"

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In einem Interview hat Elon Musk erneut einen Einblick in seinen Alltag gegeben und dabei verraten, dass er jetzt viel weniger für sein Unternehmen arbeitet – was jedoch immer noch sehr viel ist.

Was ist passiert?

In einem Interview mit dem US-Tech-Dienst Recode hat sich Elon Musk zu seiner Arbeitsbelastung geäußert. "Du wirst ein bisschen verrückt, wenn du 120 Stunden in der Woche arbeitest", sagte der Chef von Tesla. "Es gab Zeiten, da habe ich ein bisschen geschlafen, gearbeitet, ein bisschen geschlafen, gearbeitet, ein bisschen geschlafen. Und das ganze sieben Tage die Woche."

Mittlerweile, so Musk, habe er sein Arbeitspensum deutlich auf 80 bis 90 Wochenstunden runtergefahren. "80 Stunden sind auch längerfristig machbar." Mit jeder Stunde, die man (er) mehr hinter dem Schreibtisch sitze, steige der Stresslevel jedoch expotenziell an.

Weshalb ist das wichtig?

Musk ist in der jüngeren Vergangenheit immer wieder durch eigenartige, teils bizarre Auftritte in der Öffentlichkeit aufgefallen. Analysten etwa, die Tesla anlässlich der Quartalszahlen kritisierten, fertigte er mit Aussagen wie "Lahme Frage, nächster!" ab. Während der Aufzeichnung für einen Podcast rauchte Musk einen Joint und trank Whisky.

Im Sommer hatte Musk zudem via Twitter angekündigt, Tesla von der Börse nehmen zu wollen. Wenige Tage später nahm er das Angebot wieder zurück. Der Tweet, der zu heftigen Ausschlägen beim Aktienkurs geführt hatte, brachte Musk eine Strafe von 20 Millionen Dollar durch die US-Wertpapieraufsichtsbehörde SEC ein. Tesla musste ebenfalls 20 Millionen Dollar bezahlen.

Das große Ganze

Mit den letzten Quartalszahlen hat Tesla die Erwartungen der Wall Street hinsichtlich Absatzzahlen, Umsatz und Ergebnis übertroffen. Aus charttechnischer Sicht gibt es trotz der Überwindung des kurzfristigen Abwärtstrends noch keine Entwarnung, es fehlt der finale Ausbruch aus der Seitwärtsbewegung. Den wichtigen Widerstand im Bereich 350 Dollar konnte der Titel in diesem Jahr noch nicht nachhaltig überwinden. Aktuell nimmt die Tesla-Aktie erneut diese Hürde ins Visier.