05.04.2018 Maximilian Völkl

Siemens: Tochter Gamesa enttäuscht – Gespräche mit Iberdrola

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Die Siemens-Aktie hängt im schwierigen Gesamtmarkt nach wie vor im Bereich der 100-Euro-Marke fest. Während sich die Medizintechniktochter Healthineers seit dem Börsengang glänzend entwickelt, gibt es bei der Windkraftsparte Siemens Gamesa nach wie vor Probleme. Der Streit mit Minderheitsaktionär Iberdrola soll nun beigelegt werden.

Bei einem Treffen in Madrid will Siemens einen Kompromiss finden. „Iberdrola ist beides, ein sehr geschätzter Kunde und ein wichtiger Aktionär“, so Siemens-Chef Joe Kaeser nach einem Treffen mit Iberdrola-Chef Ignacio Galan. Der spanische Versorger hatte zuletzt versucht, sich gegen die dominierende Rolle von Siemens bei Gamesa zu wehren – aufgrund der Anteilsverhältnisse allerdings vergeblich.

Seit die Windkraftsparte von Siemens im vergangenen Jahr mit Gamesa fusioniert ist, hat die Aktie deutlich nachgegeben. In der gesamten Branche haben die Konkurrenten mit sinkenden Preisen und einem harten Wettbewerb zu kämpfen. Seit Jahresbeginn hat sich die Siemens-Gamesa-Aktie allerdings stabilisiert. Das Schlimmste könnte bereits überstanden sein. Eine Einigung mit Iberdrola wäre hier ein weiterer erfreulicher Schritt.

Tochter ist Favorit

Im volatilen Marktumfeld wurde die Siemens-Aktie sehr unglücklich ausgestoppt. Langfristig bleiben die Aussichten zwar unverändert gut, vorerst mangelt es aber an Impulsen. Auch das Chartbild zeigt, dass Neueinsteiger nichts überstürzen müssen. Die Tochter Siemens Healthineers ist aktuell attraktiver. Seit dem Börsengang hat die Aktie bereits rund 25 Prozent zugelegt.