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Minus 9 Prozent: Darum schmiert diese SDAX‑Aktie ab

Minus 9 Prozent: Darum schmiert diese SDAX‑Aktie ab
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KWS SAAT SE & Co. KGaA -%
Jan-Paul Fóri Heute, 09:39 Jan-Paul Fóri
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Der Saatguthersteller KWS Saat hat am Mittwoch seine Jahreszahlen vorgelegt. Umsatz und EBITDA lagen dabei unter den Analystenschätzungen. Auch der Ausblick überzeugt Anleger nach dem jüngsten Kursanstieg nicht. Für die Aktie des im SDAX notierten Unternehmens geht es daher zur Wochenmitte abwärts.

Im Geschäftsjahr 2025/2026 gingen die Erlöse aus fortgeführten Aktivitäten auf rund 1,63 Milliarden Euro zurück. Organisch lag das Minus bei einem Prozent. Gründe waren vor allem kleinere Anbauflächen bei Zuckerrüben und Mais.

Das EBITDA sank um 2,1 Prozent auf 343 Millionen Euro. Die ausgewiesene Marge von 21,1 Prozent wird allerdings durch einen positiven Sondereffekt von 29 Millionen Euro aus dem Verkauf von Lizenzrechten gestützt. Bereinigt erreichte KWS eine EBITDA-Marge von 19,3 Prozent nach 20,4 Prozent im Vorjahr.

Unter dem Strich stieg das Ergebnis nach Steuern dennoch um 13 Prozent auf rund 158 Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich von 4,24 auf 4,80 Euro. Ausschlaggebend war vor allem das deutlich bessere Finanzergebnis. Die Nettoverschuldung reduzierte KWS von 61,6 auf 8,7 Millionen Euro.

KWS Saat (WKN: 707400)

Segmente liefern unterschiedliche Signale

Im Zuckerrübengeschäft blieb der Umsatz auf vergleichbarer Basis nahezu stabil. Das EBITDA sank jedoch auf 358 Millionen Euro. Im Maissegment fiel der Umsatz um 5,3 Prozent, während sich das EBITDA dank des Sondereffekts deutlich verbesserte. Ohne diesen lag die Marge bei 14,6 Prozent. Das Getreidegeschäft profitierte vom starken Rapssaatgut, kämpfte aber mit höheren Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen. Im Gemüsebereich gingen die Erlöse um 6,4 Prozent zurück. Das Segment-EBITDA verschlechterte sich auf minus 25,8 Millionen Euro.

Verhaltener Ausblick

Für 2026/2027 erwartet KWS bei einer Erholung der Agrarmärkte rund drei Prozent organisches Umsatzwachstum. Die EBITDA-Marge soll zwischen 19 und 20 Prozent liegen. Damit stellt das Unternehmen zwar die Rückkehr zum Wachstum in Aussicht, bleibt beim Ergebnisziel aber unter der ausgewiesenen Marge des abgelaufenen Jahres.

Die Dividende soll auf 1,30 Euro je Aktie steigen. Die Hauptversammlung entscheidet darüber am 1. Dezember 2026. Sollte der Dividendenvorschlag abgesegnet werden, würde die Dividendenrendite rund zwei Prozent betragen. Deutlich höhere Dividendenrenditen winken dagegen bei acht im Aktienreport „Jeden Monat Dividende“ vorgestellten Werten.

Nach dem Kursanstieg von rund 20 Prozent seit dem Zwischentief Mitte Juni hatten Anleger offenbar mehr erwartet. Die KWS-Aktie verliert daher zur Wochenmitte rund sieben Prozent. Die Aktie ist keine laufende Empfehlung des AKTIONÄR. Ein Neueinstieg drängt sich aktuell nicht auf. 

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