18.10.2019 Michael Schröder

Gerüchteküche brodelt: Legt AMS bei Osram noch einmal nach?

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Osram Licht
Trendthema

AMS denkt nach der geplatzten Übernahme des deutschen Lichtkonzerns Osram dem Vernehmen nach über eine neue Offerte nach. Falls der österreichische Sensorspezialist einen neuen Anlauf tatsächlich wagt, muss das Gebot je Aktie mindestens bei den 41 Euro aus der gescheiterten Offerte liegen. Beide Gesellschaften wollten die Spekulationen nicht kommentieren.

Heiße Luft oder steckt doch mehr dahinter? Denkbar wäre, dass AMS die Mindestannahmeschwelle des Angebots senkt, an dem die milliardenschwere Übernahme Anfang Oktober gescheitert war. Die Österreicher hatten zur Bedingung gemacht, dass sie mindestens 62,5 Prozent der Anteile an Osram unter ihre Kontrolle bringen. Allerdings stieg AMS im Zuge des Übernahmekampfes mit Finanzinvestoren mit einer direkten Beteiligung von 19,99 Prozent zum größten Aktionär von Osram auf.

Inzwischen haben beide Unternehmen erste Gespräche über eine mögliche Zusammenarbeit geführt, wie Osram-Chef Olaf Berlien selbst bestätigt hatte. Demnach hätten bereits persönliche Treffen mit AMS-Chef Alexander Everke stattgefunden. AMS hatte eine Kombination der beiden Unternehmen nach der geplatzten Übernahme weiterhin als überzeugend dargestellt und angekündigt, weiterhin strategische Optionen zu verfolgen.

Der AMS-Aufsichtsrat wolle einen solchen Schritt in seiner Sitzung an diesem Freitag besprechen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstagabend unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. An der Börse wurde greifen Spekulanten den Ball auf. Die Aktie zuckt. Nur hartgesottene Zocker springen mit einer kleinen Position und engem Stopp auf.

Osram Licht (WKN: LED400)

(Mit Material von dpa-AFX)