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Deutsche Bank: Schock im Investmentbanking – Aktie stürzt ab

Deutsche Bank: Schock im Investmentbanking – Aktie stürzt ab
Foto: ElsvanderGun/iStockphoto
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Michael Herrmann Heute, 15:03 Michael Herrmann
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Die Deutsche-Bank-Aktie gerät am Mittwoch unter Druck. Finanzvorstand Raja Akram stellte auf einer Konferenz der Bank of America stagnierende bis leicht rückläufige Erträge im Investmentbanking für das dritte Quartal in Aussicht. Droht damit nun auch in den nächsten Tagen Ungemach?

  • Erträge im Investmentbanking im dritten Quartal voraussichtlich stagnierend bis leicht rückläufig.
  • Die Aktie stürzt zeitweise fast vier Prozent ab.
  • Das positive Chartbild ist damit dahin.

Die Aktie der Deutschen Bank zählt am Mittwoch zu den größten DAX-Verlierern. Laut Finanzvorstand Raja Akram dürften die Erträge im Investmentbanking im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stagnieren oder leicht niedriger ausfallen.

Das dritte Quartal 2025 sei allerdings besonders stark gewesen. Die Aussagen kamen für viele Marktteilnehmer überraschend, nachdem sich die Bank zur Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr noch vergleichsweise optimistisch geäußert hatte.

Im ersten Halbjahr hatte das Investmentbanking eine wichtige Rolle für die Ertragsentwicklung der Deutschen Bank gespielt. Entsprechend sensibel reagiert der Markt auf Anzeichen einer Abkühlung in diesem Geschäftsbereich.

Der verhaltene Ausblick überschattete mehrere weiterhin konstruktive Aussagen des Managements. Die Deutsche Bank bestätigte, dass die Eigenkapitalrendite auf das materielle Eigenkapital im ersten Halbjahr bei knapp zwölf Prozent lag. Zudem hält das Institut an seinem Ziel für die harte Kernkapitalquote von 13,5 bis 14 Prozent fest. Damit sieht sich die Bank weiterhin im Rahmen ihrer Strategie 2028.

Nach Angaben des Finanzvorstands entwickelte sich das Geschäft mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen im Juli zunächst stark. Der August verlief saisonbedingt schwächer. Abgesehen von der Entwicklung im Kreditgeschäft zeigten sich die meisten Produktbereiche robust. Zudem sollen die Risikovorsorgeaufwendungen im dritten Quartal zwischen dem Niveau des ersten und des zweiten Quartals liegen.

Deutsche Bank (WKN: 514000)

Der Ausblick ist zweifellos ein Dämpfer. Vor allem die Tatsache, dass die Deutsche Bank ihre Investorenkommunikation zuletzt optimistischer gestaltet hatte, dürfte die negative Reaktion verstärkt haben. Kurzfristig hat sich das Bild damit wieder etwas eingetrübt.

Die Aussagen des Finanzvorstands sind ein Dämpfer. Anleger sollten einkalkulieren, dass das Investmentbanking auch in den nächsten Tagen für erhöhte Schwankungen sorgen kann. Zudem rutscht die Aktie unter die 50-Tage-Linie, wodurch sich auch das Chartbild eingetrübt hat. Ein fundamentaler Bruch der Investmentstory ist jedoch nicht erkennbar. Die Deutsche-Bank-Aktie bleibt deshalb auf der Empfehlungsliste. 

Mehr Klarheit über die Entwicklung des Geschäftsbereichs wird am 28. Oktober herrschen. Dann wird die Deutsche Bank ihre Zahlen zum dritten Quartal vorstellen. Angesichts der eklatanten Unterbewertung im Vergleich zur Peergroup besteht unverändert ordentlich Luft nach oben. Auch die Dividende von 3,6 Prozent ist nicht zu verachten.

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Quelle: DER AKTIONÄR

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