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14.07.2021 Marion Schlegel

DAX leicht im Minus erwartet, Inflation und Fed im Fokus – das ist heute wichtig

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DAX

Für den DAX zeichnen sich zur Wochenmitte auf hohem Niveau kleinere Verluste ab: Der Broker IG taxiert den deutschen Leitindex rund zwei Stunden vor dem Handelsbeginn 0,2 Prozent tiefer auf 15.763 Punkte. Tags zuvor hatte der DAX seinen Höchststand vom Montag bei 15.806 Punkten nur um Haaresbreite in den Nachkommastellen verpasst.

DAX (WKN: 846900)

In den USA gab es nach weiteren Rekorden im marktbreiten S&P 500 und den Technologie-Indizes der Nasdaq letztlich ebenfalls leichte Verluste. Der Leitindex Dow Jones Industrial drehte in Sichtweite seines Höchststandes vom Mai nach unten ab.

Der Dow Jones schloss 0,3 Prozent leichter auf 34.888,79 Punkten. Die drei anderen wichtigen Indizes erklommen im frühen Handel zeitweise neue Höchststände, bevor auch sie wieder leicht nachgaben. Der S&P 500 sank letztlich um 0,4 Prozent auf 4.369,21 Zähler. Der Nasdaq 100 konnte sich mit minus 0,02 Prozent auf 14.874,54 Punkte am Vortagesschluss halten, der breite Nasdaq Composite gab um 0,4 Prozent nach.

"Der unerwartet starke Anstieg der US-Inflation hat es zwar nicht geschafft, für Panik an der Börse zu sorgen. Er hat aber ausgereicht, um die Rekordjagd zu beenden", erklärte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners in seinem Morgenkommentar. Bei der Anhörung des Fed-Präsidenten Jerome Powell heute vor dem US-Kongress werde der Inflationssprung wohl ein größeres Thema. Am Aktienmarkt laute das Motto vor der Anhörung "Abwarten", so Altmann.

Die wichtigsten Börsen Asiens haben am Mittwoch im Zuge der unerwartet stark angestiegenen US-Inflation Verluste verzeichnet. Während Japans Leitindex Nikkei 225 zuletzt leicht mit 0,3 Prozent im Minus lag, gab der Hang Seng in Honkong rund 0,5 Prozent nach. Der CSI-300-Index , der die Aktien der 300 größten börsennotierten Unternehmen vom chinesischen Festland beinhaltet, notierte 0,8 Prozent tiefer. China verschärft bekanntlich die Kontrolle von im Ausland an der Börse gehandelten chinesischen Unternehmen. Aus Sorge vor neuen Regeln der chinesischen Aufsichtsbehörden erwägt das chinesische Lieferunternehmen Lalamove nun laut Insidern, seinen geplanten Börsengang von den USA nach Hongkong zu verlegen.

Auf dem Terminkalender am heutigen Mittwoch stehen einige Quartalszahlen. Es berichten unter anderem die Bank of America, Delta Air Lines und die Citigroup über die Entwicklung im zweiten Quartal.

DER AKTIONÄR wird im Laufe des Tages über sämtliche wichtigen Entwicklungen und Neuigkeiten an den nationalen und internationalen Märkten berichten.

(Mit Material von dpa-AFX)

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