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12.08.2019 DER AKTIONÄR

BASF-Aktie: Es braut sich was zusammen

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BASF

Düstere Wolken ziehen am Horizont auf. Die Angst vor einer Rezession in Deutschland ist längst in den Köpfen der Anleger angekommen. Dazu gesellt sich eine zunehmende Eskalation im Handelsstreit, ein potenzieller harter Brexit sowie mögliche Neuwahlen in Italien. Insgesamt also eine toxische Mischung, die besonders konjunkturabhängige Titel wie BASF hart treffen. Seit Wochen steht die Aktie unter Dauerdruck. 

Deutschland "an der Grenze zur Rezession"

Ökonomen warnen zunehmend vor einer sich anbahnenden Rezession in Deutschland. Gegenüber der BILD sagte der Kfw-Ökonom Klaus Borger, dass Deutschland 2019 zwischen Stagnation und Rezession stehen würde. Ein gleichbleibendes BIP im zweiten Quartal wäre laut ihm schon ein großer Erfolg. Bei zwei negativen Quartalen in Folge wird von einer "technischen Rezession" gesprochen. 


Vor allem konjunkturabhängige und zyklische Titel treffen solche wirtschaftlichen Abschwünge am härtesten. Die Ludwigshafener haben dies bereits deutlich zu spüren bekommen. Der Gewinn ging im zweiten Quartal um rund vier Prozent zurück. Das EBIT halbierte sich sogar. Und auch der Ausblick war eine herbe Enttäuschung für Anleger. Die Schätzung für den Gewinn senkte man von 5,20 Euro auf 3,96 Euro je Aktie für das laufende Jahr.


Einziges Trostpflaster war zuletzt immer die hohe Dividende der BASF. Im letzten Jahr betrug diese 3,20 Euro. Auf dem aktuellen Kursniveau entspräche dies einer Dividendenrendite von rund 5,5 Prozent. Ob diese allerdings auch in einem zunehmend schwierigeren Marktumfeld beziehungsweise einer Rezession weiter erhöht werden kann, ist fraglich.


Chartbild weiter unter Druck

Kurzzeitig war die Aktie im Bereich der 56 Euro angelangt. Aktuell notiert sie wieder deutlicher im Plus bei 58,75 Euro. Sollte die Marke von 56 Euro nicht halten, läge die nächste Unterstützung im Bereich der 54,70 Euro. Käme es dann zu weiteren Abverkäufen, könnte ein Einbruch bis in die Region der 40 Euro erfolgen.


Die Konjunktur in Deutschland lahmt weiter. Auch die makroökonomischen Risiken nehmen weltweit zu. Solange sich die fundamentalen Daten nicht ändern, heißt es weiter vorsichtig zu sein bei Titeln wie BASF. Investierte Anleger beachten weiterhin den Stopp bei 54,50 Euro.

BASF (WKN: BASF11)

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: BASF.