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09.10.2018 DER AKTIONÄR

Analyst stuft Commerzbank hoch – Deutsche Bank trostlos

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Deutsche Bank

Der Streit zwischen Italien und der EU erreichte gestern einen neuen Höhepunkt: Vor allem die Aktien von Banken gerieten in Turbulenzen und sackten ab. Am Dienstag sieht es jedoch wieder etwas besser aus. Die Papiere von Commerzbank und Deutsche Bank legen zu.

Italien sorgt weiterhin für Unmut. Der italienische Innenministers Matteo Salvini hatte die EU-Kommission massiv kritisiert. Der Parteichef der rechten Regierungspartei Lega bezeichnete EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Haushaltskommissar Pierre Moscovici als "wahre Feinde" Europas. So verschärfte er noch einmal den Haushaltskonflikt mit der EU. Salvini traf sich in Rom mit Marine Le Pen, der Chefin der französischen rechtsextremen Partei Front National. Die Risikoaufschläge für italienische Staatsanleihen legten nach seinen Aussagen deutlich zu. Italienische Bankaktien gerieten stark unter Druck und mussten zeitweise vom Handel ausgesetzt werden.

Commerzbank stark in Italien engagiert

Auch in Deutschland sackten Bank-Aktien ab. Die Papiere der Commerzbank standen am Montag besonders stark unter Druck. Sie leiden überdurchschnittlich unter dem Streit, weil die CoBank eine große Menge an italienischen Staatsanleihen sowie kommunale Bonds hält. Zum Quartalsabschluss Ende Juni betrug deren Wert rund 8,5 Milliarden Euro. Die deutlich größere Deutsche Bank hat sogar Italien-Papiere im Wert von knapp 18 Milliarden Euro in den Büchern. Doch die Aktienverluste hielten sich beim Bankenprimus mit unter zwei Prozent relativ in Grenzen.

Am Dienstag können beide Aktien wieder zulegen. Die Commerzbank wurde dabei von einem positiven Analystenkommentar zeitweise sogar an die Spitze im MDAX gehievt. Aktuell pendelt der Kurs um die 90-Tage-Linie bei 8,71 Euro. Die Analysten von JPMorgan haben die Papiere auf “Overweight” von “Neutral” heraufgestuft und ein Kursziel von 10,50 Euro bis 2019 ausgegeben. Das entspricht immerhin einem Kurspotenzial von gut 20 Prozent.

Wer der Empfehlung vom AKTIONÄR vor zwei Wochen folgte und spekulativ ein paar erste Commerzbank-Aktien orderte, bleibt mit Stopp-Loss bei 7,90 Euro knapp unter den bisherigen Tiefstkursen engagiert. Die Aktie der Deutschen Bank ist derzeit noch kein Engagement wert.

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