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25.06.2020 Emil Jusifov

Alphabet vor Lösung des Kartellstreits?

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Alphabet

Die Alphabet-Tochter Google stand zuletzt stark in der Kritik, seine dominante Marktstellung im Online-Anzeigenmarkt zu missbrauchen. Dies ist der Grund, warum entsprechende Kartellverfahren in den USA, Frankreich und Australien gegen Google angestrebt werden. Nun scheint Google auf seine Kritiker zuzugehen.

Google gab am Donnerstag bekannt, dass es ein Lizenzprogramm einführen werde, mit dem Verlage für „qualitativ hochwertige Inhalte“ bezahlt werden. Hierfür wird voraussichtlich noch in diesem Jahr ein neuer Dienst auf den Google News- und Discover-Plattformen gestartet.

Der wird zunächst lokale Nachrichtenportale wie den deutschen Der Spiegel, die australischen InQueensland und InDaily sowie das brasilianische Diarios Associados enthalten. Google sagte, dass es, sofern verfügbar, auch den Usern anbieten würde, für den kostenpflichtigen Content auf Nachrichtenseiten zu bezahlen.

Aus charttechnischer Sicht gilt es für das Alphabet-Papier nun den Widerstand am Juni-Hoch bei rund 1.475 Dollar zu überwinden um im Anschluß wieder Anlauf auf das 52-Wochen-Hoch bei 1.530,74 Dollar zu nehmen.

Alphabet (WKN: A14Y6F)

DER AKTIONÄR bewertet es positiv, dass Google die Content-Produzenten nun an den Einnahmen beteiligen möchte. Damit nimmt der Konzern seinen Kritikern und den Kartellbehörden etwas Wind aus den Segeln.

Insgesamt hat Alphabet bisher jedoch zu wenig getan, um mithilfe seiner Wettbewerbsvorteile aus der Krise mehr Profit zu schlagen. Deswegen favorisiert DER AKTIONÄR aktuell die anderen vier Werte aus dem GAFAM-Index. Investierte Anleger bleiben an Bord. Anleger an der Seitenlinie warten auf neue fundamentale Impulse für den Neueinstieg.

Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte:

Der Autor Emil  Jusifov hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Alphabet

Buchtipp: Die Facebook-Gefahr

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