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Goldpreis: Folgt der große Ausverkauf?

Goldpreis: Folgt der große Ausverkauf?
Foto: Börsenmedien AG
Gold XAU/USD Spot Rate - %
Marion Schlegel 03.06.2014, 07:11 ‧ Marion Schlegel
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Die Rekordjagd an den Aktienmärkten hat den Goldpreis zum Wochenauftakt weiter belastet. Das in Krisenzeiten bei Anlegern beliebte Edelmetall gerät immer stärker unter Verkaufsdruck. Am Dienstagmorgen notiert die Feinunze bei 1.243,21 Dollar. Damit hat der Goldpreis ein so tiefes Niveau erreicht, das wir zuletzt vor vier Monaten gesehen haben. Gleichzeitig eilen die Aktienindizes von einem Rekordhoch zum nächsten. DAX, MDAX, Dow und S&P 500 haben in den vergangenen Tagen neue Höchststände markiert.

Interesse schwindet
Nach einem starken Jahresauftakt verlor der Preis für das Edelmetall seit Anfang März bereits mehr als 100 Dollar. Experten erklären den Preisrutsch neben der Rekordjagd an den Aktienmärkten auch mit einer nachlassenden Nachfrage an den wichtigen Goldmärkten in Indien und China. Außerdem sei die Ukraine-Krise zuletzt etwas aus dem Fokus der Anleger gerückt. Wie stark die Nachfrage zurückging zeigt beispielsweise die Entwicklung des SPDR Gold Trust, des weltgrößten börsengehandelten Indexfonds (ETF) auf das Edelmetall. Das Goldvolumen des Fonds fiel zuletzt auf 776,89 Tonnen und damit auf den niedrigsten Stand seit Dezember 2008.
"Gold hat ein Stück weit den Status als Risikovorsorge eingebüßt", erklärte ein australischer Rohstoffexperte. Investoren setzten derzeit lieber auf lukrativere Anlageformen. Im März hatte noch die Sorge vor einer Eskalation der Ukraine-Krise den Goldpreis bis in die Nähe der Marke von 1.400 Dollar steigen lassen.

Quelle: Börsenmedien AG

Charttechnisch angeschlagen
Die Stimmung am Goldmarkt hat zuletzt deutlich ins Negative gedreht. In den kommenden Wochen könnte nun durchaus ein Test der Unterstützung im Bereich von 1.180 Dollar anstehen. Ohne unterstützende News bleibt aber abzuwarten, ob diese verteidigt werden kann. Es ist durchaus möglich, dass noch einmal eine Ausverkaufswelle folgt, die dann aber als große Kaufchance gesehen werden muss. Die aktuelle Phase eignet sich weiterhin hervorragend, um die physischen Gold-Bestände weiter auszubauen. Vor dem Einstieg in ein Hebelprodukt sollte allerdings ein klares charttechnisches Kaufsignal abgewartet werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

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